POLITIK
03/12/2018 22:19 CET | Aktualisiert 03/12/2018 22:20 CET

Ex-AfD-Mann packt aus: So rückt der Höcke-Flügel die Partei weiter nach rechts

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dpa
Steffen Königer, ehemaliges Mitglied im AfD-Bundesvorstand, nimmt an einer Pressekonferenz zu seinem Parteiaustritt teil.

► Nach seinem Austritt aus der AfD hat Steffen Königer, ehemaliger Beisitzer des Bundesvorstands, hat im Interview mit der “Welt” erklärt, warum die Partei noch weiter nach rechts rückt. 

► Bei Parteitagen würden manche Redner Begeisterungsstürme ernten “für verquaste und völlig destruktive Verschwörungstheorien über angebliche Weltherrschaftspläne finsterer Mächte”. Dadurch seien “konstruktive Äußerungen” nicht mehr möglich, betonte er. 

► Und weiter: “Genau darauf setzt der Flügel um Björn Höcke und Kalbitz: Der Flügel fördert anscheinend gezielt solche Kandidaten, um Bürgerliche abzuschrecken.”

► Königer gab aber auch zu, dass er “auf Wahlparteitagen gezielt provoziert (habe), um mehr Delegierte anzusprechen”.

Warum die Äußerungen von Königer brisant sind: 

Königer war aus der AfD wegen ideologischer Differenzen mit dem rechten Flügel der Partei um den Thüringer Fraktionsvorsitzenden Höcke, dem auch AfD-Vorstandsmitglied Andreas Kalbitz zugerechnet wird. 

“Die Bürgerlichen in der AfD haben den Kampf gegen die Destruktiven in der Partei in vielen Landesverbänden endgültig verloren”, sagte Königer am Donnerstag zur Begründung zu seinem Austritt. 

Die Äußerungen von Königer zeigen, wie der völkische Höcke-Flügel in der Partei Stimmung macht. 

Mit Material der dpa.