POLITIK
28/06/2018 17:59 CEST | Aktualisiert 29/06/2018 10:01 CEST

EU-Parlamentspräsident Tajani warnt vor fatalen Folgen geschlossener Grenzen

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Bloomberg via Getty Images
EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani

► EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani appelliert vor dem Gipfel der 28 europäischen Staats- und Regierungschefs, die Binnengrenzen der Europäischen Union offen zu halten

► “Wer Grenzen schließen will, tötet den Binnenmarkt. In Deutschland, in Italien, in vielen andere EU-Ländern”, sagte Tajani im Interview mit “Spiegel Online”. “Statt unsere Binnengrenzen zu kontrollieren, müssen wir unsere Außengrenzen schützen.”

► Wie EU-Ratspräsident Donald Tusk, wirbt auch Tajani deshalb für die Errichtung von Sammellagern außerhalb Europas für aus dem Mittelmeer gerettete Flüchtlinge. Tajani fordert dabei die Mitwirkung der UN.  

Darum ist die Äußerung von Tajani wichtig:

dpa

Am Donnerstag und Freitag kommen die Staats- und Regierungschefs der 28 EU-Mitgliedsstaaten in Brüssel zusammen.

Sie alle versuchen eine gemeinsame Lösung in der europäischen Flüchtlings- und Asylpolitik zu finden. Tajanis Appell ist der Versuch, ein mögliche Spaltung innerhalb des Staatenbundes zu verhindern.

Wie Juncker auf die Forderung nach Sammellagern reagierte: 

In der Diskussion über mögliche Sammellager für Flüchtlinge in Nordafrika hat EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker die EU-Staaten vor neo-kolonialistischem Verhalten gewarnt.

Ich mache darauf aufmerksam, dass wir hier in Brüssel nicht für die nordafrikanischen Länder entscheiden können. Ich bitte da um  Zurückhaltung”, sagte Juncker am Donnerstag vor dem EU-Gipfel.

Mit Material von dpa.

(mkl)