GOOD
16/04/2018 14:09 CEST | Aktualisiert 16/04/2018 14:15 CEST

Es gibt immer weniger Insekten – so können wir helfen, etwas dagegen zu tun

Good-News To Go.

Tom Applegate via Getty Images

► Der Bestand an Fluginsekten ist seit den 1990er Jahren in Deutschland um über 75 Prozent gesunken. 

► Jetzt will der Naturschutzbund mithilfe von Hobby-Forschern Daten über Insekten sammeln. Bei einer großen Aktion sollen Bürger in zwei Phasen Schmetterlinge, Hummeln, Fliegen und Co. zählen. Die erste Zählung soll am 1. Juni starten, eine zweite Runde ist ab dem 3. August geplant. 

► Die gesammelten Daten können helfen, Entwicklungen und auch die Ursachen des Insektensterbens besser zu erforschen.

► Je mehr Menschen mitmachen, umso präziser und hilfreicher sind die Ergebnisse. “Ohne die vielen Menschen, die es in ihrer Freizeit machen, könnten wir die Tiere gar nicht zählen”, sagt Insektenforscher Matthias Nuß.

Warum das Engagement gegen Insektensterben wichtig ist:

Das Insektensterben hat fatale Auswirkungen für uns Menschen, darüber sind sich Wissenschaftler einig.

Wenn Insekten sterben, wird ein Kreislauf losgetreten: Insekten bestäuben Pflanzen und dienen als Nahrung für Tiere –  verhungern Tiere, wirkt sich das auch auf den Menschen aus. Das Ökosystem kommt völlig durcheinander

Mehr zum Thema: Stichhaltig: Darum können wir ohne Insekten nicht leben

Bisher gibt es keine abschließenden Erklärungen, warum es zum Insektensterben kommt. Naturschützer betonen jedoch immer wieder, dass ein hoher Pestizideinsatz tödlich für Insekten ist. 

Was ihr sonst noch über den Kampf gegen das Insektensterben wissen müsst:

Mit Hilfe der App “Naturblick” werden Bürger in ganz Europa dazu aufgerufen, sich am Insektenzählen zu beteiligen. Ab dem 27. April werden in 60 Städten – darunter Berlin, Prag, London, Rom oder Madrid – Insekten per Smartphone gezählt.

Das Museum für Naturkunde in Berlin will mit der App an der City Nature Challenge teilnehmen, einem internationalen Städtewettbewerb. 

(ujo)