NACHRICHTEN
24/05/2018 20:37 CEST

Fischer seziert Hai – und zeigt ein weltweites Problem auf

"Wir müssen unser Verhalten überdenken."

  • In einem einmütigem Video setzt ein Fischer den Fokus auf eines der größten Probleme der Welt.
  • Er seziert einen Hai und zieht dabei vier riesige Plastiktüten aus dem Magen des Tieres.
  • Oben seht ihr die erschreckenden Aufnahmen.

Fischer Jason Moyce war an der Südküste von New South Wales in Australien unterwegs, als er einen Tigerhai entdeckte, der sich in seinem Netz verfangen hatte.

Das Tier war extrem krank und aufgedunsen, weshalb Moyce schlussendlich beschloss, es zu töten und sich anzusehen, was das Leid des Hais verursacht hatte. 

Sein Fund schockierte ihn: Eine ganze Hand voll Plastiktüten,die der Hai wohl gefressen haben musste. 

“Ich musste es einfach aufnehmen, um zu zeigen, was wir unseren Ozeanen und den Tieren, die darin leben, antun. Diese Tiere ersticken an unserem Müll!”, sagte der 45-jährige Moyce in seinem Instagram-Post. “Diese Gegend im Meer ist eigentlich für ihre Sauberkeit bekannt. Wenn das nun auch schon hier passiert, was für eine Chance haben unsere Meere dann eigentlich noch?”

Ein schrecklicher Tod

Haie verwechseln die Plastiktüten, vor allem wenn sie mit Wasser gefüllt sind, oftmals mit Tintenfischen. 

Wenn sie den Müll dann geschluckt haben, sterben die Tiere einen grausamen, langsamen Tod. Wie Meeresbiologe Murray MacDonald der Bega District News erzählt, können die Meeresbewohner das Plastik nicht verdauen.

Es bleibt also einfach in ihrem Magen. Sie fühlen sich dann voll, bekommen aber keine Energie von ihrem Mageninhalt und verhungern langsam. 

“Das gleiche Problem haben wir auch mit kleineren Plastikstücken bei Meeresvögeln oder Mikroplastik bei Plankton. Bald wird es mehr Plastik als Lebewesen im Meer geben! Wir müssen unser Verhalten überdenken.”

Internet-Nutzer sind entsetzt

Obwohl die Problematik keine Unbekannte ist, finden sich unter dem Instagram-Video einige schockierte Nutzer. “Diese Plastiktüten sollte man sofort verbieten, danke für das Video!”, meint ein User.

Ein weiterer fügt hinzu: “Ich werde jetzt zumindest klein bei meinem eigenen Verhalten anfangen. Wenn man die eigenen Gewohnheiten umstellt, macht man zumindest Babyschritte in die richtige Richtung!”. 

(nsc)