POLITIK
05/03/2018 18:36 CET | Aktualisiert 05/03/2018 20:26 CET

Krieg in Syrien: Erdogan kündigt Feldzug der Türkei an – "mit Allahs Hilfe"

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Anadolu Agency via Getty Images
Recep Tayyip Erdogan will den gesamten Norden Syriens unter seine Kontrolle bringen.

► Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat am Montag angekündigt, dass er eine weitere Großoffensive in Syrien starten will. 

► “Heute sind wir in Afrin, morgen sind wir in Manbidsch und danach werden wir östlich des Euphrats sein, um alle Terroristen bis zur Grenze des Iraks auszulöschen”, sagte Erdogan laut dem türkischen Nachrichtenportal “Ahval”.  

► Erdogan sagte demnach weiter: “Wir werden jeden einzelnen unserer Märtyrer rächen. Wir wissen um die Tricks der Terroristen. Mit Allahs Hilfe hat die Türkei die Kraft, diese Tricks zu durchschauen.” 

Darum ist Erdogans Drohung wichtig: 

Die von kurdischen Streitkräften gehaltene Stadt Manbidsch, von der Erdogan spricht, liegt östlich von Afrin und Aleppo. Zuletzt war es den türkischen Streitkräften gelungen, diese beiden Gebiete mit einem Korridor zu verbinden.

Die nun von Erdogan angestrebte Offensive über das auch von US-Truppen besetzte Manbidsch bis an die irakische Grenze würde ins Herz der Gebiete der syrischen Kurden – der erklärten Feinde des türkischen Präsidenten – zielen.  

Mehr zum Thema: Diese Karten verraten, was Erdogan gerade in Syrien vorhat

Was ihr noch über den Krieg der Türkei in Syrien wissen müsst: 

Gelingt der Türkei der von Erdogan angestrebte Eroberungsfeldzug – trotz der Anwesenheit von Soldaten des Nato-Verbündeten USA –, würde das bedeuten, dass der türkische Präsident den gesamten Norden Syriens kontrollieren

► Am Sonntag deutete der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim an, was sein Land in den eroberten Gebieten dann vorhaben könnte: Laut “Ahval” kündigte er an, syrische Flüchtlinge in der Türkei in Afrin anzusiedeln