WIRTSCHAFT
28/03/2018 19:07 CEST

Entwickler warnt: Wer seine Fotos für Apps freigibt, riskiert seine Privatsphäre

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Prykhodov via Getty Images
Vielen Handy-Nutzern ist nicht ganz klar, welche Möglichkeiten es mittlerweile gibt, sie auszuspionieren.

► Software-Entwickler Ben Sandofsky warnt in seinem Blog iPhone-Nutzer davor, Apps leichtfertig den Zugriff auf die eigenen Fotosammlungen zu erlauben.

► Er schreibt: Wer einer App, die mit einem Facebook-Entwickler-Kit erstellt wurde, eine entsprechende Freigabe gebe, ermöglicht dem Programm, sämtliche Fotos zu analysieren. 

► Sandofsky hat als iOS-Entwickler für Twitter gearbeitet und bietet jetzt selbst eine Kamera-App für iPhones an. Er empfiehlt, Apps den Zugriff auf Fotodatenbanken zu untersagen. 

Darum ist die Warnung des Entwicklers wichtig:  

Facebook steht derzeit im Zentrum eines Daten-Skandals. Ein App-Entwickler soll unberechtigterweise Daten von über 50 Millionen Nutzer an die Analyse-Firma Cambridge Analytica weitergeleitet haben. 

Sandofskys Warnung soll zeigen, wie leicht Facebook an umfangreiche Informationen seiner Nutzer kommt, ohne dass es ihnen bewusst isti.

Aus den Fotos ließe sich ermitteln, wo die Aufnahmen gemacht wurden, berichtet er. In vielen Fällen lässt sich daraus dann ein umfangreiches Bewegungsprofil erstellen –  das Werbefirmen für gezielte Anzeigen nutzen könnten.

Mehr zum Thema: Bericht: Wie Hacker Login-Daten von iOS-Apps ausspähen können

Was ihr noch wissen müsst: 

Bisher gebe es laut Sandofsky keine Beweise, dass Facebook diese Lücke ausnutzt. 

Er warnt allerdings eindringlich: “Macht ihr viele Fotos von eurem Hund? Marketing-Firmen können euch dann Hundefutter-Werbung anzeigen. Oder habt ihr schon einmal ein Foto von eurem leckeren Abendessen gemacht? Werbefirmen können dann herausfinden, was euer Lieblingsessen ist.”.

(ll)