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22/07/2018 13:01 CEST | Aktualisiert 01/08/2018 15:00 CEST

Özil verteidigt Erdogan-Bild in Brief – eine Frage klärt er nicht

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Im Video oben seht ihr die erste Stellungnahme des Nationalspielers im Wortlaut

► Der deutsche Nationalspieler Mesut Özil hat sich zum ersten Mal ausgiebig zur Kontroverse um sein Foto mit dem türkischen präsidenten Recep Tayyip Erdogan geäußert.

► Bei Facebook schrieb Özil, er habe die vergangenen Wochen genutzt, um intensiv nachzudenken. Er habe “zwei Herzen”, ein deutsches und ein türkisches, erklärt Özil in dem Brief auf seiner Facebook-Seite.

Anadolu Agency via Getty Images

► Mit seinem Bild mit Erdogan habe er kein politisches Statement abgeben wollen. Es sei ihm allein darum gegangen, “das höchste Amt zu respektieren, das es im Land meiner Familie gibt.”

► Es gehe dabei nicht um Erdogan als Person, sondern um dessen Amt. Egal wie die vergangene Wahl ausgegangen wäre, hätte er ein Bild mit dem Präsidenten gemacht, erklärte der Mittelfeldspieler. Mit Erdogan habe er bislang stets nur über Fußball gesprochen, nie über Politik.

Im Mai 

Darum geht es in der Debatte:

Die deutschen Fußball-Nationalspieler Ilkay Gündogan und Mesut Özil hatten sich im Mai  in London mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan getroffen. 

Dessen Partei AKP verbreitete auf Twitter Bilder des Treffens, das hinter verschlossenen Türen im Four Seasons Hotel stattfand. Die Spieler überreichten Erdogan Trikots mit ihren Namen – auf dem von Gündogan steht sogar: “Mit großem Respekt für meinen Präsidenten!”

Die Kritik an den Nationalspielern reißt seitdem nicht ab. Nach dem WM-Vorrunden-Aus gingen auch mehrere DFB-Funktionäre Özil öffentlich an.

Was ihr noch wissen müsst:

Özil äußerte sich – entgegen zahlreicher Medienberichte – nicht dazu, ob er das Foto mit Erdogan heute wieder machen würde.