ELTERN
22/05/2018 17:41 CEST | Aktualisiert 22/05/2018 17:52 CEST

30-Jähriger wohnt noch zu Hause – Eltern greifen nun zu drastischen Maßnahmen

Denn der Sohn schnorrt sich seit Jahren bei ihnen durch.

  • Im US-Bundesstaat New York hat ein Elternpaar genug von ihrem erwachsenen Nesthäckchen.
  • Doch der Sohn ignorierte jede Maßnahme zum Ausziehen und muss jetzt vor Gericht.
  • Im Video oben zog eine Tochter ihre Eltern vor Gericht – weil ihre Eltern Kinderfotos von ihr im Internet veröffentlichten.

In der Komödie “Zum Ausziehen verführt” mit Matthew McConaughey bezahlen die Film-Eltern des Darstellers eine professionelle Ausziehhilfe, um ihren Sohn aus dem Haus zu bekommen.

Ähnlich drastische Maßnahmen habe das Elternpaar Mark und Christina Rotondo aus dem US-Bundesstaat New York nun auch ergriffen.

Weil ihr 30-jähriger Sohn noch immer Zuhause wohne, würden die Eltern jetzt vor den obersten Gerichtshof ziehen, berichtete der amerikanische Fernsehsender “WTSM”. Am zweiten Februar habe der Vater seinem Sohn in einem Brief mitgeteilt, dass er innerhalb der nächsten 14 Tage ausziehen müsse.

Mehr zu dem Thema: Vater verlor seine Wohnung – jetzt kämpft er, damit sein Sohn nicht in einer Notunterkunft aufwächst

► Doch der Sohn habe gar nicht daran gedacht zu gehen, so dass die Eltern sich gezwungen sahen, einen Anwalt zu konsultieren.

In einem weiteren Brief vom 13. Februar gaben sie dem Mann weitere 30 Tage Zeit, um auszuziehen. Doch auch das Schreiben, sowie weitere Aufforderungen und das Angebot auf finanzielle Unterstützung für den Sohn, blieben ohne die gewünschte Wirkung.

Sohn hält die Aufforderungen nicht für rechtskräftig

Michael Rotondo erkenne die fünf Nachrichten seiner Eltern, wie das Nachrichtenportal schrieb, nicht als rechtskräftig an. Denn laut Gesetz muss das Ehepaar Rotondo ihm sechs Monate vor dem Auszug Bescheid geben und er würde noch mehr Zeit brauchen.

In dem Antrag an das Gericht sollen die Eltern als Gründe für den Auszug angegeben haben, dass sich ihr erwachsener Sohn weder an den Familienausgaben beteilige, noch im Haushalt mithelfe.

Ihr Sohn halte dagegen, dass bisher nie von ihm erwartet worden sei, Aufgaben im Haushalt zu übernehmen oder etwas zur Familienkasse beizusteuern.

► Er wolle das Gericht dazu bewegen, die Klage abzuweisen.

Mehr zu dem Thema: Meine Tochter wuchs als Hartz-IV-Kind auf – so habe ich ihr aus der Armut geholfen

Bereits im April hätten die Eltern vor dem örtlichen Stadtgericht versucht ihren Sohn zu einem Auszug zu zwingen. Da es sich bei Michael Rotondo jedoch um ein Familienmitglied handelte, sei das Sache des obersten Gerichtshofs. Die Verhandlung ist für den 22. Mai angesetzt.

(nc)