ELTERN
08/12/2018 16:34 CET | Aktualisiert 08/12/2018 16:35 CET

Eltern nörgeln auf Twitter über ihre Kinder: So schlimm ist der Alltag wirklich

Eltern lassen ihrer Frustration freien Lauf und zeigen: So sieht ein Familienleben wirklich aus.

Martin Novak via Getty Images
Kinder zu haben kann ganz schön anstrengend sein. (Symbolbild)
  • Eltern sein ist nicht immer einfach – nun sprechen Mütter und Väter über ihren oft frustrierenden Alltag auf Twitter.
  • Unter dem Hashtag #ehrlicheEltern zeigen die User, wie sich ein Leben mit Kindern wirklich anfühlt.

Dass selbst Eltern keine perfekten Menschen sind, sollte eigentlich jedem klar sein – dennoch scheinen besonders Mütter und Väter oftmals bei jedem noch so kleinen Fehltritt schnell verurteilt zu werden.

Und mal ganz ehrlich: jeder macht mal Fehler. Und jeder ärgert sich mal über seine Kinder. 

Um ihrer Frustration Luft zu machen, verfassen Twitter-User unter dem Hashtag #ehrlicheEltern nun unangenehme Wahrheiten über das Elterndasein. Und setzen damit ein Zeichen: Schließlich ist nicht alle Tage Sonnenschein, erst recht im Familienleben nicht – aber deswegen hat man seine Kinder nicht weniger lieb.

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“Ich hasse es, mit Autos zu spielen”, schreibt eine Mutter

So kann allein das Spielen mit den Kindern für manche schon zur Tortur werden. Eine Mutter twitterte zum Beispiel: “Ich hasse es, mit Autos oder der Eisenbahn zu spielen. Und weil ich es so öde finde, gucke ich dabei viel zu oft auf’s Handy.”

Ähnlich sieht es ein Vater, der nach 15 Minuten Spiel mit den Kindern schon gerne das Handtuch schmeißen würde: 

Kinder und Essen sind ein schwieriges Thema

Auch Essen scheint immer wieder ein leidiges Thema zu sein. So schreibt eine Userin: “Kann die bitte, bitte, bitte endlich Mal wieder was anderes Essen als Nudeln mit Ketchup? Verzweifle langsam.”

Viele Eltern klagen über mangelnde Privatsphäre 

Auch sprechen Eltern darüber, wie sich das eigene Leben mit Kindern verändert – wenn die eigenen Bedürfnisse nicht mehr im Vordergrund stehen können und man keine Privatsphäre mehr hat, weil man alles mit seinen Kindern teilt:

Schlechtes Gewissen, weil man den Kindern nicht gerecht wird

Manche Eltern nehmen den Hashtag #ehrlicheEltern auch zum Anlass, über ihre Schuldgefühle gegenüber ihren Kindern zu sprechen.

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Wenn sie sie zum Beispiel zu lange fernsehen lassen, weil sie keine Kraft mehr haben, um sich um sie zu kümmern. Oder wenn sie zu lange aufs Handy starren.

Oder auch, wenn sie glauben, keine Vorbildfunktion zu erfüllen, wie dieser Vater: “Ich war das schlechte Vorbild: Problematische Mediennutzung, keine Schlafhygiene, kein Sport, pessimistisch. Und natürlich löst auch das Schuldgefühle aus.”

Trotzdem wird deutlich: Diese Eltern lieben ihre Kinder

Immer wieder jedoch wird deutlich, wie sehr diese Eltern ihre Kinder lieben – auch wenn sie ihre negativen Gefühle darüber ausdrücken, ständig Playmobil spielen zu müssen oder abends keine Kraft mehr zu haben, die lieben Kleinen anständig ins Bett zu bringen.

Mutter oder Vater sein ist ein ständiges Auf und Ab der Gefühle – so fasst es eine Mutter zusammen:

“Für mich ist Muttersein wunderschön, erschreckend, anstrengend, erfüllend, oft langweilig, spannend, überwältigend, voller Zweifel und voller Zuversicht und Liebe. Die beste Entscheidung ever und die fragwürdigste zugleich.”

(jg)