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05/12/2018 09:23 CET

Krankenhaus: Mädchen muss 30 Stunden auf OP warten – jetzt klagen die Eltern

Das Kind sollte wegen einem gebrochenen Handgelenk operiert werden.

  • Eine Elfjährige musste 30 Stunden lang auf ihre Handgelenks-Operation warten.
  • 24 Stunden davon durfte sie nichts trinken und essen.
  • Im Video oben seht ihr, warum die Eltern das Krankenhaus nun unter anderem wegen unterlassender Hilfeleistung anklagen.  

Die elfjährige Victoria Ulmann hat sich beim Sportunterricht ihr Handgelenk gebrochen. Mit einer Operation hätten Ärzte dem Kind schnell helfen können – doch darauf musste das Mädchen 30 Stunden warten.

Das Schockierende: Die Elfjährige wurde gezwungen, 24 Stunden nüchtern zu sein. Sie musste einen Tag lang komplett auf Essen und Trinken verzichten. Das berichtet Familie Ulmann dem Sender Sat.1.

Victorias Vater, Klaus Ulmann, sagt: 

“Ich finde es eine Zumutung, dass ein Kind so lange nichts zu Essen und Trinken bekommt.”

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Eltern werfen Krankenhaus Körperverletzung vor

Aus diesem Grund gehen die Eltern der Elfjährigen nun juristisch gegen das Krankenhaus vor. Sie haben Anklage wegen Körperverletzung und unterlassener Hilfeleistung erstattet. 

Immer wieder wurde das Mädchen von Krankenhaus zu Krankenhaus geschickt. Stets mit der gleichen Begründung. Mutter Brigitte Ulmann erinnert sich daran:

“Sie sagten: Man hat keine Kapazitäten und man kann heute gar nichts mehr machen.”

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Der Zustand der Elfjährigen verschlechterte sich. Das Mädchen bekam Bauchschmerzen und Schwindelanfälle, weil sie keine Nahrung und Flüssigkeit zu sich nehmen durfte. Nach 30 Stunden wurde das Kind dann endlich operiert.

Klaus und Brigitte Ulmann können zwar verstehen, dass medizinische Notfälle ihrer Tochter vorgezogen wurden. Doch eine so lange Wartezeit können sie nicht nachvollziehen. Deshalb haben sie Anzeige erstattet.

Wie sich das Krankenhaus zu dem Vorfall äußerte und wie Familie Ulmann nun weiter vorgeht seht ihr oben im Video.

(jg)