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04/08/2018 12:23 CEST | Aktualisiert 04/08/2018 12:51 CEST

Elektriker fand 80.000 Euro hinter Steckdose – am Ende kommt alles anders

“Der ehrliche Finder ist in diesem Fall der Depp”.

AndreyPopov via Getty Images
Ein Münchner Elektriker machte Ende 2016 einen Sensationsfund. (Symbolbild)
  • Der Elektriker Oliver Jungtäubl hat vor rund zwei Jahren 80.000 Euro hinter einer Steckdose in München entdeckt.
  • Doch sein Glück hielt nicht lange – denn auf seinen Finderlohn wartet er immer noch.

Oliver Jungtäubl ist Elektriker in München.

Ende 2016 wurde er in eine Wohnung gerufen, um eine Herdplatte zu tauschen – dabei machte der Mann den Fund seines Lebens.

Hinter einer Steckdose entdeckte der damals 50-Jährige insgesamt etwa 80.000 Euro.

Elektriker entfernt Steckdose und findet Tausende Euros

Gemeinsam mit der Mieterin rief Jungtäubl die Polizei. Weil der Fund womöglich von einem bereits verstorbenen Vormieter hinter der Steckdose deponiert wurde, landete das Geld letztendlich bei einem Nachlassverwalter.

Dem Elektriker Oliver Jungtäubl würden aber wohl zumindest 2410 Euro Finderlohn zustehen.

Ende 2016 berichtete der Elektriker der Münchner Nachrichtenseite “TZ” deshalb auch bereits, was er mit dem Finderlohn machen will: “Ich will eine Reise mit meinem Sohn machen.”

Er hat bis heute nichts von seinem Finderlohn gesehen

Doch daraus wurde bisher nichts.

Wie der Elektriker nun im Sat.1-“Frühstücksfernsehen” erzählte, habe er bis heute keinen Cent von seinem Finderlohn gesehen. Deshalb habe er einen Rechtsstreit um sein Geld begonnen.

Sein Anwalt Thomas Beimes erklärte, dass sich derzeit niemand in der Pflicht sehe, Jungtäubl das Geld auszubezahlen, da momentan noch keine Erben ermittelt seien.

“Der ehrliche Finder ist in diesem Fall der Depp”

Beimes sagte in der TV-Sendung: “Ich bin der Meinung, dass meinem Mandaten nicht nur der Finderlohn, sondern auch der volle Betrag von 80.000 Euro zusteht.”

Klaus Peter Jüngst vom Amtsgericht München bezweifelt das indes. Das Geld werde wohl an den Staat gehen, falls keine Erben gefunden werden sollten.

Für Oliver Jungtäubl eine Frechheit: “Der ehrliche Finder ist in diesem Fall der Depp”.

(lp)