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20/02/2019 11:30 CET | Aktualisiert 20/02/2019 11:33 CET

Wetter-Phänomen El Niño kehrt zurück – es drohen weltweite Naturkatastrophen

Es drohen extreme Trockenheit und starke Regenfälle.

  • Laut Forschern ist das Wetterphänomen El Niño zurück.
  • Während derzeit nur mit lokalen Auswirkungen zu rechnen ist, könnten schon bald weltweite Naturkatastrophen folgen.
  • Im Video oben erfahrt ihr mehr über El Niño und die Folgen.

Das Wetterphänomen El Niño ist offenbar zurückgekehrt. Das gab das Climate Prediction Center der US-Meeres- und Atmosphärenbehörde (NOAA) jetzt bekannt.

Der Anstieg der Wassertemperatur im Pazifik gibt darauf eindeutige Hinweise. Seit Anfang Februar haben die Experten eine Temperaturerwärmung um 0,8 Grad Celsius im Vergleich zum bisherigen Durchschnitt nachgewiesen.

El Niño ist ein extremes Klimaphänomen, das seit mehr als 150 Jahren in zwei- bis siebenjährigen Abständen zur Umkehr der normalen Wettersituation führt.

Normalerweise schieben die Passatwinde warmes Pazifikwasser, Wolken und Regen von der Küste Südamerikas in Richtung Asien und Australien. Wehen diese Winde nun nicht mehr stark genug, passiert das nicht mehr – und die normalen Wetterphänomene werden auf den Kopf gestellt.

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Extreme Trockenheit und starke Regenfälle sind die Folge

So leiden Australien, Südostasien und der Südosten Afrikas in einem El Niño-Jahr oft unter extremer Trockenheit, was zu Waldbränden und Buschfeuern führt. Nordafrika wird hingegen von sintflutartigen Regenfällen heimgesucht. In Nordamerika oder auch Europa äußert sich El Niño hingegen durch strengere Winter.

Laut NOAA ist El Niño in diesem Jahr bisher noch schwach ausgeprägt, sodass bis zum Frühjahr noch keine globalen Klimaauswirkungen zu erwarten sind.

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2019 könnte das heißeste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen werden

Die nachfolgende Entwicklung ist für die Forscher noch unklar. Sie schätzen die Chancen einer ansteigenden Intensität auf etwa 55 Prozent.

Gewinnt El Niño weiterhin an Stärke, könnte 2019 das heißeste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen werden. Es drohen globale Extremwetterereignisse wie Hitzewellen, Dürren, Starkregen und Überschwemmungen, auch mit Wald- und Buschbränden ist zu rechnen.

(chr)