WIRTSCHAFT
07/06/2018 08:41 CEST | Aktualisiert 07/06/2018 16:02 CEST

Silicon-Valley-Milliardär Thiel stellt Deutschland Armutszeugnis aus

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Bloomberg via Getty Images
US-Unternehmer Peter Thiel ist skeptisch, was die Innovationskraft Deutschlands und Europas anbelangt.

US-Unternehmer Peter Thiel hat Deutschland und Europa in Hinblick auf die voranschreitende Globalisierung und seine Innovationskraft ein negatives Zeugnis ausgestellt.

Der Mitbegründer des Online-Bezahldienstes Paypal nannte die kürzlich in Kraft getretene EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) dabei ein “Eingeständnis der europäischen Niederlage”, wie die “Welt” berichtet.

Was Thiel an der DSGVO kritisiert:

► In seiner Rede auf der Berliner Noah-Konferenz verglich Thiel die DSGVO mit der Internetzensur in China: Sie stelle “ein Maß an Regulierung dar, das wir im Silicon Valley für unmöglich, unvorstellbar und unrealisierbar gehalten hätten.”

► Die Datenschutzverordnung bezeichnete er als “ganz dummes Eigentor”. Eigentlich gegen große amerikanischen Firmen gerichtet, schädige sie tatsächlich aber europäische Start-ups.

► Jede scharfe Regulierung neige dazu, “große Unternehmen zu begünstigen und kleinen zu schaden.”

► Thiel nannte die DSGVO zudem ein “Eingeständnis der europäischen Niederlage”: Es nicht in der Lage, “so viele erfolgreiche Tech-Unternehmen in die Welt zu setzen wie die USA.”

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Was der Unternehmer ansonsten gesagt hat:

Der deutschstämmige Milliardär zweifelte zudem die Innovationskraft der Bundeshauptstadt an. 

Er wisse nicht, “ob Berlin (...) ein Ort für ehrgeizige Menschen in den Zwanzigern, die hier großartige Firmen gründen können ” und gleichzeitig “ein Ort, an dem man sich zur Ruhe setzen kann” sein könne: “Ich denke nicht, dass es beides sein kann.”

(jg)