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29/07/2018 12:30 CEST | Aktualisiert 29/07/2018 12:30 CEST

Ein Sommer (fast) wie aus dem Bilderbuch.

(Quelle Bild: Steffi Werner)

Der Sommer macht in diesem Jahr seinem Name alle Ehre. Ich kann mich bezüglich der letzten Jahre nicht an so viele durchgehende sonnenreiche Tage von morgens bis abends erinnern. Auch der Frühling war in diesem Jahr ein richtiger Frühling, zumindest habe ich es so empfunden.

Die letzten Sommer waren verregnet, stellenweise kühl, eben keine Sommer. Die Schwimmbäder wurden kaum besucht (was gerade für die Fördervereine eine Katastrophe war), ich war oft mit Pullover oder Jacke unterwegs, und meine Sommerurlaube fielen nicht selten ins Wasser. Man konnte wenig unternehmen weil es ungemütlich war, gerade wenn man nicht verreist ist. Obwohl ich meist schon auf den August ausgewichen bin, denn da waren teilweise noch sonnenreiche Tage zu beobachten.

Nun haben wir einen traumhaften Sommer. Mit dem bitteren Beigeschmack der Waldbrände und der Brände von landwirtschaftlichen Maschinen etc. Kein Tag vergeht, an dem uns keine Meldung darüber erreicht. Das meinte ich mit dem „fast“ in der Überschrift.

Ich verstehe trotzdem nicht, warum ein Teil der Nation so stöhnt:

„Mir ist sooooooo warm“, „wann hört das auf?“ „hoffentlich kommt bald der Winter“, „ist das ätzend draußen“,

etc.

Die Liste ließe sich endlos fortsetzen.

Die Medien ziehen nach, bringen einen Artikel nach dem nächsten zum Thema Sommer/Sommerloch.

Uns allen ist warm. Ob in der Bude zu Hause, ob im Büro, im Job generell, im Stadtbus, im Auto, fast überall. Ich als „Büro Tusse“ will mich nicht beschweren: Ich muss nicht wie ein Dachdecker oder Straßenbauer 9 Stunden in der prallen Sonne stehen und mit noch viel heißerem Arbeitsgerät hantieren. Ich bin auch keine Feuerwehrfrau oder Rettungssanitäterin, die trotz der tropischen Temperaturen in Uniform und dicken Dienststiefeln evtl. zu einem Einsatz muss und dort stundenlang in dicker Dienstkleidung verharren. Wir haben Ventilatoren im Büro, können Mineralwasser trinken bis die Wanne voll ist für einen Appel und ein Ei.

Beim Einkaufen betreten wir Läden mit Klimaanlagen, in unseren Autos haben wir fast alle Klimaanlagen.

Zu Hause ist es warm unter dem Dach, aber auszuhalten. Auch da könnten wir mit Ventilatoren oder noch moderneren Mitteln für etwas Abkühlung sorgen.

Die Nächte sind wohl kurz, man rammelt verschwitzt von links nach rechts und vom Bauch wieder auf den Rücken. Aber hey, irgendwann schlafen wir ja doch ein.

Ich freue mich viel mehr über den blauen Himmel von morgens bis abends, über die Sonne von morgens bis abends. Ein Regenschauer würde der Natur sicherlich gut tun und für Abkühlung sorgen, vielleicht auch die Brände eindämmen/verhindern. Aber wir haben darauf keinen Einfluss.

In knapp 4 Monaten beschweren sich viele wieder über Regen, Kälte, dunkle Tage, kurze Tage. Dass wir nicht mehr draußen sitzen können, die Heizung aufdrehen müssen.

Dann sollte man doch diesen traumhaften Sommer 2018 einfach genießen und nicht dauernd rum nörgeln wenn man nicht von Schäden betroffen ist wie Bränden usw. , sondern einfach nur schwitzt. Jammern auf hohem Niveau nenne ich das. Der nächste Winter kommt bestimmt und das schneller als man denkt und schauen kann. In knapp 4-5 Monaten geht es wieder anders herum.