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20/04/2018 12:50 CEST | Aktualisiert 20/04/2018 14:00 CEST

Neue Art der Eifersucht betrifft viele Paare – es geht nicht um einen Menschen

Es ist sogar der häufigste Grund für Streit in Beziehungen.

  • Einer der größten Streitpunkte in einer Beziehung ist die Handynutzung
  • Wie gefährlich das für ein Paar werden kann, beweist eine neue Studie
  • Im Video oben: Diese Berufe gehen am öftesten fremd

Heutzutage hat es eigentlich jeder bei sich: das Smartphone. So viele Vorteile das kleine Gerät auch hat – für eine Partnerschaft ist es nicht immer ein Segen.

Ergebnisse einer aktuellen Studie zeigen: Mehr als die Hälfte der Befragten, 55 Prozent, sind eifersüchtig, weil der Partner zu viel Zeit mit dem eigenen Handy verbringt. 

Für die Studie befragten die Marktforschungsexperten von Toluna im Auftrag der IT-Sicherheitsfirma Kaspersky Lab 18.000 Smartphone-Nutzer aus 18 Ländern, die mindestens 18 Jahre als und sechs Monate in einer Beziehung waren.  

Eifersucht auf ein Gerät

Die Nutzungsdauer eines elektronischen Gerätes ist der häufigste Grund für Auseinandersetzungen in Beziehungen. Mehr als die Hälfte der Paare sind nicht nur eifersüchtig, sondern kriegen sich bereits in die Haare, wenn der andere zu viel Zeit mit einem Smartphone oder Tablet verbringt oder wenn das Gerät auch beim Essen und im gemeinsamen Gespräch (51 Prozent) nicht in der Tasche verschwindet.

Es ist aber oft auch nicht nur die Zeit sondern auch das, was der Partner an den jeweiligen Geräten macht.

Vier von zehn Paaren haben sich schon wegen eines Likes für Postings oder Fotos von einer dritten Person gestritten – eines von drei Paaren auch wegen nicht erfolgten Likes für Beiträge des eigenen Partners.

Weitere große Streitpunkte im digitalen Bereich sind nicht geladene Geräte (45 Prozent) und Missverständnisse beim Messaging.  

Die Paare vertrauen sich trotzdem

Trotz der Streitpunkte haben Paare untereinander ein großes Vertrauen zueinander – auch online.

Mehr als vier von fünf der weltweit befragten Nutzer vertrauen sich so sehr, dass sie ihre eigenen Online-Aktivitäten nicht vor dem Partner verstecken. Sie haben auch keine Bedenken, was der andere im Internet so treibt.

Dennoch sind gleichzeitig viele der Meinung, dass jeder, auch der Partner, ein Recht auf Privatsphäre hat, offline wie online.

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Die Ergebnisse der Studie zeigen auch, dass glückliche Paare offener zueinander sind. 87 Prozent der Menschen, die angaben, in einer guten Beziehung zu sein, sagten auch, dass sie ihre Online-Aktivitäten nicht verstecken – während das nur 74 Prozent der Befragten in unzufriedenen Beziehungen sagten.

Das digitale Zusammenleben muss gelernt werden

82 Prozent der Paare stehen auch online im Kontakt, wenn sie vorübergehend voneinander getrennt sind. Außerdem gaben 62 Prozent der Befragten an, sich dank des Internets näher zu fühlen. 

“So sehr ein digitales Gerät die Chancen von Paaren erhöht, ihre Beziehung auch räumlich getrennt weiterführen zu können, so sehr kann genau dieses Gerät zur Gefahr werden, wenn es nicht verantwortungsbewusst genutzt wird“, sagt Stefan Rojacher, Leiter der Unternehmenskommunikation bei Kaspersky Lab DACH.  

“Auch Paare müssen ihr digitales Zusammenleben erst lernen. Nur wenn offline keiner vernachlässigt wird, kann die digitale Welt für Paarbeziehungen sehr förderlich sein.“

(ks)