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13/04/2018 12:21 CEST | Aktualisiert 13/04/2018 14:13 CEST

Mutter kann sich lebensrettende Operation nicht leisten – Hunderte helfen

"Es hat meinen Glauben an die Menschheit erneuert."

Instagram/Zondra Meaney
Zondra Meaney muss schnellstmöglich operiert werden – sonst könnte sie das ihr Leben kosten.
  • Irin Zondra Meaney leidet unter der seltenen Krankheit EDS
  • Eine lebensrettende Operation würde allerdings 100.000 Euro kosten
  • Hunderte Fremde haben ihr geholfen

Schon früh merkte Zondra Meaney aus dem irischen Raheen, dass mit ihrem Körper etwas nicht stimmte. Als Kind hatte sie häufiger Verletzungen und blaue Flecken als Gleichaltrige, litt oft unter Migräne und wurde mit einer verschobenen Hüfte geboren. 

In ihrer Jugend verschlechterte sich ihre Gesundheit weiter. Es habe sich wie nach einem Schlaganfall angefühlt, erzählt die Irin in einem Interview auf YouTube über die Momente, als sie die Kontrolle über ihren linken Arm verlor oder kaum noch reden konnte.

Als sie 19 war, diagnostizierten Ärzte eine muskuläre Krankheit. Nach der Geburt ihres Sohnes verschlimmerte sich ihr Zustand weiter. Da war Meaney 22. 

Nur einer aus 10.000 Menschen leidet unter EDS

Die irischen Ärzte konnten sich ihren Zustand nicht erklären und schickten sie zu Spezialisten nach London. Erst dort erhielt die Irin 2014, im Alter von 29 Jahren dann die Diagnose:

► Sie leide unter EDS, Ehlers-Danlos-Syndrom, einer genetischen Störung im Bindegewebe. Nur einer von 10.000 Menschen ist von der Krankheit betroffen.

Außerdem äußert sich die Erkrankung bei Betroffenen meist durch sehr unterschiedliche Symptome, was die Diagnose und Behandlung derart erschwert. 

In Meaneys Fall hat die Krankheit Auswirkungen auf ihre Haut, Gelenke, Sehnen, Bänder, Darm und ihre Adern. Außerdem ist aufgrund EDS auch ihr Schädel deformiert, weshalb ein Teil ihres Gehirns auf ihr Rückenmark presst. Dieser Zustand, der medizinisch als Chiari-Malformation bekannt ist und unter dem nur 20 Prozent aller EDS-Patienten leiden, könnte für die junge Mutter nun lebensgefährlich werden.

 

► Nur wenige Ärzte weltweit sind in der Lage, die komplizierte Operation durchzuführen. 

Für die Operation müsste Meaney zu einem Spezialisten nach Barcelona, die Operation würde 100.000 Euro kosten. Dazu kommen Reisekosten, um die sie via Luftrettungsdienst nach Barcelona zu fliegen. Geld, dass die junge Mutter unmöglich selbst auftreiben kann.

Spendensammlung für die 33-Jährige

Zondra Meaneys Familie und Freunde fingen bereits im September vergangen Jahres damit an, Spenden für die 33-Jährige zu sammeln, knapp 10.000 Euro. Letztlich nur ein Zehntel der nötigen Einnahmen.

Aber nun kam überraschend der Hoffnungsschimmer für Meaney. Ein Artikel der irischen Zeitung “Independent” machte viele auf ihr Schicksal aufmerksam.

► In nur zwölf Stunden sammelten hunderte Menschen circa 50.000 Euro für die Mutter.

“Wir sind überwältigt”

“Die Spenden waren einfach unglaublich”, sagte Meaney der irischen Zeitung. “Wir sind komplett überwältigt über die Güte und Großzügigkeit der Menschen.”

Die junge Irin hoffe nun, dass das Spendenziel der 100.000 Euro bald noch erreicht wird, um sich der lebensrettenden Operation zu unterziehen.

Ihr größter Wunsch:

“Ich möchte helfen, (meinen Sohn) Carrick großzuziehen, ich möchte da sein, wenn er größer wird. Ich glaube, das wünscht sich jede Mutter für ihr Kind – einfach für sie da zu sein.”

Wenn ihr auch Meaney unterstützen möchtet, könnt ihr das auf ihrer Gofundme-Seite tun.