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23/08/2018 12:03 CEST

Wegen Dürre: Versunkenes Dorf in hessischem Stausee aufgetaucht

Die anhaltende Trockenheit legte die Ruinen frei.

  • Aufgrund der anhaltenden Hitze tauchte in Hessen die Ruine eines versunkenen Dorfs auf.
  • Das “Edersee-Atlantis” ist nun sogar für Besucher begehbar.
  • Wie das aussieht, seht ihr im Video oben. 

Die andauernde Hitze und Trockenheit der vergangen Monate ist an der Natur nicht spurlos vorbei gegangen. Besonders beeindruckend ist, wie sich das Wetter auf den Edersee in Hessen ausgewirkt hat. 

Der Wasserstand des Stausees ist inzwischen so tief gesunken, sodass die Ruinen des sogenannten “Edersee-Atlantis”, Relikte alter Dörfer, vollständig zu sehen sind. Dabei ist sogar eine alte Brücke wieder aufgetaucht.

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Stausee agiert als Ventil für Flüsse

Zwei Gründe führten zu dieser Entdeckung: Die Trockenheit und die Schifffahrt auf der Weser und dem Mittellandkanal. Der Edersee dient nämlich als Ventil für die Flüsse drumherum.

► Sinken dort die Pegel, werden die Schleusen am Edersee geöffnet. Dadurch fließt Wasser in die benachbarten Flüsse und der Wasserstand des Edersees sinkt.

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Wasserstand auf 20 Prozent gesunken

► Mittlerweile befinden sich nur noch rund 20 Prozent des normalen Wasserstands in dem See.

So tauchte das sogenannte “Edersee-Atlantis” auf, das derzeit sogar begehbar ist. 

Als der Stausee in Nordhessen zwischen 1908 und 1914 gebaut wurde, mussten ihm mehrere Dörfer weichen. Momentan sind die Grundrisse der ehemaligen Häuser und die sogenannte Aseler Brücke zu sehen. Auch die Ruinen des Dorfs Berich liegen frei.

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(chr)