WIRTSCHAFT
13/03/2018 09:52 CET | Aktualisiert 14/03/2018 07:03 CET

Kundin kritisiert ein Werbebild in einem Edeka-Prospekt auf

"Einer Beschreibung bedarf es nicht."

  • Edeka wirbt im neuen Katalog mit einem Holzhaus für Kinder
  • Doch eine Kundin kritisiert die Darstellung
  • Im Video oben: Über diesen Edeka-Spot wurde schon diskutiert, als es ihn noch gar nicht gab

Ein Baumhaus oder eigenes Gartenhäuschen: Das ist der Traum vieler Kinder. Dank Edeka könnte dieser jetzt für 269 Euro in Erfüllung gehen. Denn: Eine Filiale von Edeka Herkules aus Hessen bietet in ihrem neuen Baumarkt-Katalog das “Kinderspielhaus Nick” an. 

Das Werbebild kommt aber nicht bei jedem gut an. Es zeigt zwei Kinder, die in dem Haus spielen. Der Junge sitzt lässig auf der Veranda, trinkt etwas. Das Mädchen in einem rosa Kleid steht neben ihm – und hält ein Tablett mit einer Teekanne. Die junge Frau scheint den Jungen zu bedienen, der das Prozedere gern über sich ergehen lässt.

► Hier wird ein veraltetes Rollenklischee wiedergegeben, mahnt Christine S. an.

“Einer Beschreibung bedarf es nicht”, schreibt Christine S. auf der Facebook-Seite “PinkStinks”, Edeka wurde in dem Breitrag markiert. Dazu postet die Facebook-Nutzerin ein Bild aus dem Katalog:

“Was ist daran schlimm?”

Dafür bekommt Christine S. allerdings auch Gegenwind. Nicht jeder kann verstehen, wieso sie sich über die Werbung aufregt. “Nur ein Problem, wenn man eins draus macht”, schreibt Eva-Maja S. unter das Spielhaus-Bild. 

“Mit was hast du als Kind früher gespielt? Was ist daran schlimm, ES SIND SPIELZEUGE”, schreibt Sascha B.

“Verantwortung liegt nicht beim Einzelhändler”

Marion S. hat sich die Zeit genommen, einen ausführlichen Kommentar zu schreiben, der genau die Problematik trifft. Sie macht klar: “Auch wenn Spielzeug in Jungen/Mädchen unterteilt wird, liegt die Verantwortung am Ende immer noch bei den Eltern, welche Werte den Kindern vermittelt werden. (...) Wenn Oma und Opa sagen, blaues Spielzeug ist für Jungs und pinkes für Mädchen, dann muss man vor allem Oma und Opa an die Nase fassen und nicht dem Einzelhändler.”


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Gegenüber HuffPost räumt die Edeka Handelsgesellschaft Hessenring, zu der der Baumarkt gehört, ein: “Bei dem Bild handelt es sich um ein (sicherlich etwas unglückliches) Herstellerfoto, welches im Kontext der ganzen Seite ‘Spielplatz’ zu sehen ist.” 

UPDATE: Wir haben die Schlagzeile geändert und korrigiert, dass Christine S. auf Facebook nicht direkt an Edeka geschrieben hat.