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07/08/2018 16:03 CEST | Aktualisiert 07/08/2018 17:07 CEST

Dürre in Sachsen: Beeindruckende Luftbilder zeigen, was sonst versteckt ist

Für Archäologen ist die Trockenheit ein Segen.

  • In Sachsen werden für Archäologen gerade lang verborgene Untergrundstrukturen sichtbar.
  • Grund dafür ist auch die anhaltende Trockenheit.
  • Im Video oben: In Irland legte die Dürre ein Relikt aus dem Zweit Weltkrieg frei. 

Für Klimaforscher ist die Dürre in Deutschland ein Alarmsignal.

Für Archäologen in Sachsen ist sie ein Segen. Wie der MDR berichtet, werden dort aufgrund der Trockenheit dieser Tage Umrisse mittelalterlicher Orte, Stätten und Gebäude sichtbar.

Denn wo sonst Pflanzen und vor allem Getreide wuchern, sind nun lange versteckte Strukturen von der Luft aus zu erkennen. Ronald Heynowski vom Landesamt für Archäologie Sachsen sagte dem Sender: 

“Die meiste archäologische Substanz ist nicht mehr oberirdisch zu erkennen. Das sind Grabhügel, das sind Siedlungen, das sind Gräber, das sind auch Befestigungsanlagen, die einfach über die Jahrhunderte hinweg eingepflügt sind, völlig verebnet sind und die man an der Oberfläche nicht mehr erkennen kann.”

Landesamt für Archäologie Sachsen

So funktioniert es

Aus dem Flugzeug machen Luftbild-Archäologen Aufnahmen, um diese historischen Städte zu entdecken. In diesem Sommer offenbar mit besonderem Erfolg.

Landesamt für Archäologie Sachsen
Ein Bild des Landesamt für Archäologie Sachsen. 

Denn: Pflanzen reagieren auf die unterirdischen Strukturen. Da sich etwa in Gräben und Gruben Wasser besser sammelt als an anderen Orten, wachsen Pflanzen dort besonders gut. Dort wo Mauern standen, wachsen sie manchmal schlechter.

Diese Kontraste werden nun sichtbar.

Landesamt fur Archaologie Sachsen

Je trockener es ist, desto extremer ist der Unterschied – und desto besser sieht man ihn von oben.  

(ll)