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26/08/2018 07:28 CEST | Aktualisiert 27/08/2018 14:06 CEST

Dunja Hayali feiert "Sportstudio"-Premiere: Die Kritik ist vernichtend

Das war nichts. Oder zumindest nicht genug.

Im Video oben: Frage nach Videobeweis-Problem kann Studiogast Funkel nicht beantworten.

Mesut Özil wurde es nicht. Dafür Friedhelm Funkel.

Die erste Folge des “Aktuellen Sportstudio” in der neuen Bundesliga-Saison musste ohne den zurückgetretenen DFB-Star auskommen. Dabei hatte sich die Neu-Moderatorin Dunja Hayali so gewünscht, mit Özil über Rassismus zu sprechen.

Doch der sagte ab.

Stattdessen sprach sie mit dem Aufstiegs-Trainer von Fortuna Düsseldorf – über dessen “innere Ruhe”, den Videobeweis und die Kommerzialisierung des Fußballs.

Alles irgendwie konservativ für eine Moderatorin, von der sich nicht wenige versprochen hatten, sie würde neuen Esprit in das so altbackene Format “Sportstudio” bringen.

Immerhin: Hayali moderierte souverän, ohne Patzer, ohne Aufreger.

Viel Kumpelei und noch mehr Langeweile

Dafür allerdings mit viel Kumpelei. “Den Humor haben sie auf jeden Fall auch nicht verloren”, lachte Hayali Funkel da auch mal entgegen. 

Das war vielleicht ganz nett – aber eben auch wahnsinnig langweilig.

Auch die “FAZ” schrieb von einer Premiere, die zwar “völlig in Ordnung” war, aber den hohen Erwartungen nicht gerecht werden konnte. Besonders die “ambitinierten Ziele”, die Hayali mit ihrer Idee, Özil in die Sendung zu holen, gesteckt habe, seien enttäuscht worden.

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Die Zeitung glaubt:. “Dem ‘Aktuellen Sportstudio’ fehlt es im Vergleich zur Konkurrenz an Aktualität in der Spielberichterstattung. Es kann daher nur mit den Hintergründen punkten, die in anderen Formaten immer zu kurz kommen.”

Keine Hintergründe – alles “auf Nummer sicher”

Das Problem: Diese Hintergründe gab es nicht.

Stattdessen durften die Toten Hosen eine stumpfe Videobotschaft an ihren Herzensclub Fortuna Düsseldorf abfeuern. Die “FAZ” schrieb: “Das ist kein Hintergrundberichterstattung, sondern Infotainment ohne Informationswert.”

Für Hayali, die nicht müde wird, über ihren Anspruch als kritische Journalistin zu sprechen, dürfte das ein vernichtendes Urteil sein.

Die “Welt” rechnete ebenso scharf mit dem TV-Format ab.

Dort heißt es: “Hayali hätte sich von ihren Sportstudio-Kollegen abheben können, in dem sie einfach mal Nachfragen stellt und nicht am Moderationsskript hängt. Das hat sie versäumt, sich vielleicht nicht getraut, weil sie auf Nummer sicher gehen wollte.”

Das Fazit: “Für Hayali war es nun die erste Sendung. Es kann nur besser werden.”