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13/04/2018 13:41 CEST | Aktualisiert 13/04/2018 14:02 CEST

Düsseldorf: Erstklässlerin schreibt offenen Brief an Angela Merkel

"Liebe Angela Merkel..."

  • Eine 7-Jährige hat einen offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel geschrieben
  • Darin kritisiert die Kleine, dass sie kein Internet hat

Mit blauem Filzstift auf rosafarbenem Briefpapier: So hat eine siebenjährige Düsseldorferin einen offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel geschrieben.

In seinem Brief kritisierte das Mädchen das fehlende Internet auf Deutschlands Autobahnen. Das berichtet das Kölner Online-Portal “Express”.

Die Kleine schrieb: “Liebe Angela Merkel, es gibt auf manchen Autobahnen kein Internet. Dafür sollst du sorgen, dass es das wieder gibt.”

Der Regierungssprecher antwortete

Die Mutter des Mädchens fotografierte den Brief ihrer Tochter ab und postete ihn an Regierungssprecher Steffen Seibert gerichtet auf Twitter (die Privatsphäreeinstellungen sind inzwischen geändert, der Tweet ist nicht mehr zu sehen).

Auf die Antwort Seiberts musste die Familie nicht lange warten. Er schrieb:

”Grüßen Sie Ihre Tochter und sagen Sie ihr bitte: Auch der Bundesregierung sind die ‘weißen Flecken’ im Mobilfunknetz nicht egal. Minister Andi Scheuer will das Problem zügig mit den Netzbetreibern besprechen. Und das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur plant eine App, mit der jeder Funklöcher melden kann.”

Dass überhaupt eine Reaktion des Regierungssprechers kam, dürfte viele Menschen im Netz positiv überrascht haben. Die Antwort ist allerdings nicht wirklich kindergerecht formuliert. Sondern so kompliziert, dass sie – wenn die Eltern sie nicht angemessen umformulieren – eher für Verunsicherung bei der Kleinen sorgen dürfte als für Freude und Dankbarkeit. 

Es gab Reaktionen auf die Antwort des Regierungssprechers

Fakt ist, dass die Erstklässlerin mit ihrem offenen Brief an Bundeskanzlerin Merkel einen wunden Punkt trifft. In Sachen Netzausbau liegt Deutschland weit hinter seinen Ansprüchen zurück.

Das zeigten die Reaktionen auf die Antwort des Regierungssprechers.

Twitter-Nutzer Tom Wolfskämpf konfrontierte den Regierungssprecher beispielsweise mit diesem Argument: “Ich sage es Ihnen ja nur ungern, aber in einem Funkloch hat man leider keinen Empfang, was das Übertragen der Meldung leider etwas stören könnte. Daher der Name Funkloch.”

(jds)