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16/04/2018 16:45 CEST | Aktualisiert 16/04/2018 16:59 CEST

Drogensüchtiger wirft Baby gegen Schrank und schlägt es, bis es stirbt

Er wollte das Kind so zum Schweigen bringen.

Marc Romanelli via Getty Images
 Laut Anklageschrift hat der Vater den weinenden Säugling unvermittelt gegen einen Schrank geworfen. (Symbolbild)
  • In Baden-Württemberg soll ein drogensüchtiger Vater vergangenen Dezember seinen kleinen Sohn getötet haben
  • Im April beginnt der Prozess gegen den Mann 

Eine schreckliche Familientragödie ereignete sich am ersten Weihnachtsfeiertag vergangenen Jahres: Ein Vater hat laut Anklage sein zweieinhalb Monate altes Baby im baden-württembergischen Laufenburg brutal getötet.

Wie das Landgericht Waldshut-Tiengen mitteilt, habe der betäubungsmittelabhängige Mann am Morgen des 25. Dezember an erheblichen Entzugserscheinungen gelitten.

Deshalb sei seine Lebensgefährtin losgegangen, um Ersatz zu beschaffen.

► Der 36-Jährige wurde in einem Methadon-Substitutions-Programm behandelt.

Mehr zum Thema: Junge Mutter klagt an: Weil Ärzte mir nicht glaubten, musste mein Baby sterben

Der Vater wollte das Kind zum Schweigen bringen

Während seine Partnerin unterwegs war, war der Mann mit dem gemeinsamen zweieinhalb Monate alten Kind alleine. Der kleine Junge wachte etwas später auf und schrie.

Daraufhin rastete der Vater aus: Laut Anklageschrift hat er den weinenden Säugling unvermittelt gegen einen Schrank geworfen, ihn anschließend mit dem Kopf gegen eine Wand geschleudert und schließlich mit Wucht mit dem Hinterkopf auf den Boden geschlagen.

Er wollte das Kind so zum Schweigen bringen.

Danach wählte er den Notruf

►  Der Junge habe daraufhin einen Wirbelsäulenbruch sowie Schädelbrüche erlitten und sei am Tatort verstorben.

Der Angeklagte teilte über einen Notruf mit, dass er gerade seinen Sohn getötet habe. Nach Eintreffen der Polizei wurde der Angeklagte festgenommen und befindet sich seither in Untersuchungshaft.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten Totschlag vor.

(ks)