LIFE
28/02/2019 16:21 CET

Mann nahm nie Drogen, doch wird positiv getestet – wegen seines Frühstücks

Der unschuldige Arbeiter wurde sofort entlassen.

  • Ein Fabrikarbeiter aus Middlesbrough in England wurde gefeuert, nachdem er einen Drogentest nicht bestanden hatte.
  • Der Mann behauptete aber, gar keine Drogen zu nehmen. Es stellte sich heraus, dass sein Frühstück schuld an dem Ergebnis war.
  • Im Video oben: Arzt ist sich sicher – Das passiert, wenn ihr schlecht frühstückt.

Der in England lebende Pole Marcin Konieczny hatte gerade einmal 14 Tage an seinem neuen Arbeitsplatz hinter sich gebracht, als er plötzlich gefeuert wurde. Die Begründung: der verpflichtende Drogentest sei positiv gewesen.

Wie die britische Tageszeitung “Mirror” berichtet, war der zweifache Vater nicht besorgt, als man ihn zum Test bat, da er noch nie illegale Substanzen konsumiert hatte. Er raucht laut eigener Aussage auch keine Zigaretten und trinkt nur ein Glas Wein pro Monat.

Die Verantwortlichen in seiner Firma “Cod Beck Blenders” gaben aber an, dass im Labor Spuren von Opiaten in seinem Körper gefunden wurden.

Daraufhin wurde der 35-Jährige mit sofortiger Wirkung entlassen. Konieczny sagte dazu:

“Ich bin am Boden zerstört. Ich fühlte mich so machtlos und diskriminiert. Ich habe noch nie geraucht und noch nie Drogen genommen. Ich trinke sogar so gut wie keinen Wein. Ich wurde sofort entlassen und da ich keinen Führerschein habe, musste ich den ganzen Tag in der Kälte nach jemandem suchen, der mich nach Hause fahren konnte.”

Arbeiter recherchierte dann auf eigene Faust

Konieczny hatte beschlossen auf eigene Faust herausfinden, wie es zu den fehlerhaften Ergebnissen kommen konnte. Er suchte online nach Antworten und fand heraus, dass sein Frühstück an der Misere Schuld sein könnte.

Der 35-Jährige erklärte, dass er so gut wie jeden Morgen Brot zu sich nimmt, das Mohnsamen enthält. Mohn enthält Opium, das teilweise noch 48 Stunden nach dem Verzehr nachgewiesen werden kann.

Der gebürtige Pole schickte das Brot dann ein Labor, dass er privat beauftragt hatte. Und siehe da: Der Test schlug auch hier positiv auf geringe Mengen Opium an.

“Meine Frau und ich haben gerade angefangen, uns gesünder zu ernähren. Wir haben das Brot jeden Tag gegessen. Ich bin so froh, dass das Labor meine Vermutung bestätigt hat. Es ist unfassbar frustrierend, wenn dir niemand glaubt.”, berichtete der erleichterte Arbeiter. 

Firma bietet an, ihn wieder einzustellen 

Ein Sprecher der Firma gestand, dass der Ablauf des Tests wirklich unglücklich war. Den Prozess schilderte er folgendermaßen:

“Wie viele Firmen haben auch wir ein Standardprozedere, was Drogentests angeht. Wenn das Labor Spuren einer Droge findet, wird der Arbeiter für gewöhnlich bezahlt entlassen, bis ein zweiter Test durchgeführt wird.

Nach dem zweiten Test stand auch fest, dass die Spuren etwas mit seiner Ernährung zu tun hatten. Wir haben dies auch der Agentur mitgeteilt, die den Arbeiter an uns vermittelt hatte. Wir hätten kein Problem damit, ihn wieder einzustellen.”

Das betroffene Brot wird in englischen Aldi Filialen verkauft. Aldi hat bislang keine Meldung zu den Vorkommnissen veröffentlicht.

(nr)