POLITIK
12/07/2018 12:36 CEST | Aktualisiert 12/07/2018 13:37 CEST

Donald Trump bekennt sich zur Nato – und spricht von höheren Militärausgaben

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POOL New / Reuters
Donald Trump beim Nato-Gipfel in Brüssel. 

Donald Trump hat bei einer Pressekonferenz im Nato-Hauptquartier in Brüssel dem Militärbündnis die Treue der USA ausgesprochen. 

► Er sei “sehr glücklich” mit dem Weg, auf dem die Nato nun sei. Alle Mitglieder hätten sich dazu bekannt, innerhalb kurzer Zeit ihre Militärausgaben auf mindestens 2 Prozent des Bruttoinlandes anzuheben – auch Deutschland.

► Nach der Pressekonferenz Trumps betonte jedoch der französische Präsident Emmanuel Macron: Kein Nato-Mitglied habe sich auf höhere Militärausgaben verpflichtet, als dies bisher mit dem 2-Prozent-Ziel der Fall gewesen sei. 

Darum ist Trumps Bekenntnis zur Nato wichtig: 

Kurz vor der Pressekonferenz des US-Präsidenten in Brüssel waren in der EU-Hauptstadt schlimme Nachrichten befürchtet worden.

Aus einer Krisensitzung hatten Insider berichtet, dass Trump heftig mit den anderen Nato-Staaten aneinander geraten sei. Es war sogar befürchtet worden, dass Trump den Austritt der USA aus der Nato verkünden könnte

Dazu kam es nun nicht. Nach Trumps Darstellung sei er zwar sehr deutlich geworden, doch nun hätten sich alle Mitgliedstaaten auf höhere Militärausgaben geeinigt. Die Nato werde “so stark wie nie zuvor” werden

Was ihr noch über Trumps Rede wissen müsst: 

Donald Trump hat keine konkreten neuen Dinge über die Nato gesagt.

Längst haben sich alle Nato-Mitglieder auf eine Erhöhung der Militärausgaben aus 2 Prozent des jeweiligen Bruttoinlandsproduktes geeinigt – als Ziel bis 2024.

Trump behauptete nun, die Deadline könnte kürzer sein. Es bleibt abzuwarten, wie sich Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg und auch die Bundeskanzlerin Angela Merkel dazu äußern.