ELTERN
04/04/2018 12:52 CEST | Aktualisiert 26/08/2018 09:18 CEST

36-Jährige macht DNA-Test – sie kann nicht glauben, wer ihr Vater ist

Nach 36 Jahren lüftet die junge Frau ein großes Geheimnis.

  • Die Amerikanerin Kelli Rowlette machte einen DNA-Test
  • Dabei fand sie heraus, dass ihr leiblicher Vater der Arzt war, der die künstliche Befruchtung bei ihrer Mutter durchgeführt hatte
  • Im Video oben eine andere Geschichte: Mutter macht bei ihrer Adoptivtochter einen DNA-Test und kann das Ergebnis kaum fassen

36 Jahre mussten vergehen, bevor Kelli Rowlette das wohl größte Geheimnis ihres Lebens lüften konnte. Zuerst dachte sie, dass die Ergebnisse des DNA-Tests falsch seien. Denn sie konnte nicht glauben, dass ihr biologischer Vater ein pensionierter Arzt sein soll, der 500 Kilometer entfernt lebt. 

Die junge Frau aus Benton County, Washington, wusste bis zu dem Zeitpunkt nicht einmal, dass ihre Mutter Anfang der 1980er Jahre nicht schwanger werden konnte und sie sich für eine künstliche Befruchtung entschied. Das berichtet die US-Zeitung “Washington Post”. 

Damals suchten die Eltern einen Arzt auf, der ihnen den Wunsch, ein eigenen Kind zu bekommen, erfüllen sollte. Sein Name: Gerald E. Mortimer. 

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Der Vater von Rowlette hatte eine geringe Spermienzahl und ihre Mutter eine nach hinten geneigte Gebärmutter, wie die Zeitung erklärt. Keine guten Bedingungen, um schwanger zu werden. 

Die Eltern entschieden sich für eine künstliche Befruchtung

Deshalb empfahl der Arzt eine künstliche Befruchtung – mit den Spermien eines anonymen Spenders.

Rowlettes Eltern haben laut “Washington Post” einen jungen Spender ausgewählt, der noch das College besuchte, 1,80 Meter groß war und braune Haare und blaue Augen hatte. 

Doch was auch die Eltern nicht wussten: Diesen jungen Spender gab es nie. Das Sperma kam von dem Arzt ihres Vertrauens persönlich – Gerald E. Mortimer. 

Er hatte für die künstliche Befruchtung sein eigenes Sperma verwendet. Als das Baby neun Monate später auf die Welt kam, wusste er, dass es sich um sein leibliches Kind handelte. Aber das behielt er für sich.

Erst 36 Jahre später wurde Mortimers Geheimnis aufgedeckt

Denn in diesem Alter ließ Rowlette eine Probe ihrer DNA testen. Als sie die Ergebnisse erhielt, las sie zum ersten Mal den Namen Gerald E. Mortimer. Sie konnte mit diesem Namen zunächst aber nichts anfangen und dachte, es sei ein Fehler. 

Mittlerweile läuft eine Anzeige gegen den Arzt

Sie zeigte ihrer Mutter die Ergebnisse. Doch diese schwieg, sprach nur mit dem Mann darüber, den Rowlette als ihren Vater kannte. Die beiden Eltern sind mittlerweile geschieden. Beide seien geschockt gewesen, berichtet die “Washington Post”. Ihrer Tochter sagten die Eltern jedoch weiterhin nichts. 

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Doch kurze Zeit später erfuhr Rowlette durch einen Zufall, was es mit dem Namen auf sich hatte. Beim Sortieren von Unterlagen fand sie ihre Geburtsurkunde. Diese war von dem Arzt unterschrieben, der sie auf die Welt gebracht hatte: Gerald Mortimer. 

Als sie den Namen las, war Rowlette geschockt und kontaktierte sofort ihre Eltern. Fast vier Jahrzehnte musste sie warten, bis sie herausfand, wer ihr leiblicher Vater war. 

Inzwischen läuft eine Klage gegen den pensionierten Gynäkologen, schreibt die “Washington Post.” Diese wurde letzte Woche beim US-Bezirksgericht in Idaho eingereicht.

(ks)