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20/09/2018 10:14 CEST | Aktualisiert 20/09/2018 11:41 CEST

Dieses Wort solltest du im Vorstellungsgespräch unbedingt vermeiden

Eine Studie fand heraus, wie wichtig unsere Sprache bei der Bewerberauswahl ist.

Bekommt man nach einem Bewerbungsgespräch eine Absage, bleibt in den meisten Fälle eine konkrete Begründung aus. Wir wissen bereits: Gepflegtes Auftreten, Manieren, Selbstbewusstsein und Körpersprache sind die wichtigsten Faktoren, um einen Interviewer zu begeistern.

Im Video oben zeigen wir euch, mit welchen Fragen ihr im Vorstellungsgespräch wirklich punkten könnt.

► Was wir bisher nicht wussten: Es kann schon an einem einzigen Wort scheitern.

“Man” statt “Ich”

Eine linguistische Analyse des Karriere-Beraters Mark Murphy belegt: Der absolute Killer im Job-Interview ist das kleine Pronomen man. Das mag banal und absurd klingen – macht aber durchaus Sinn. Bewerber, die eher manstatt ich sagen, werten ihre Antwort ab.

► Es klingt so, als würden sie von einer allgemeinen Situation oder einer unbestimmten Person sprechen, und nicht, als ob die Bewerber diese Erfahrungen selbst erlebt haben.

In der Untersuchung wurden rund 1400 Probanden typische Bewerbungsfragen gestellt. Anschließend wurden die Antworten von einer Jury als gut oder schlecht eingestuft.

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Foto: Tim Gouw
Auf die eigene Sprache achten, ist beim Bewerbungsgespräch unerlässlich.

Es stellte sich heraus, dass die Gruppe, die als “Low Performer” beurteilt wurde, das Wort man zu 392 Prozent mehr benutzte als die “High Performer”. Das ist viermal so viel. No-Gos in den Antworten waren ebenfalls ein überdurchschnittlicher Gebrauch der Gegenwarts-Form und negative Emotionen. Das macht deutlich, wie wichtig Sprache für die eigene Darstellung auch im Bewerbungsgespräch ist.

Wer häufiger man als ich sagt, lügt womöglich

Über sich selbst zu reden, bedeutet auch, Verantwortung für eine Situation oder eine Erfahrung zu übernehmen. Ich suggeriert in dem Zusammenhang, dass der Sprecher ehrlich ist, da er Verantwortung für seine Erzählung übernimmt. Wenn man also “Ich habe das getan” oder “Ich habe das vollbracht / geschafft” sagt, deutet dies darauf hin, dass der Kandidat der Situation nahe ist und wirklich die beschriebenen Maßnahmen ergriffen hat. Jemand der lügt, würde in dieser Situation, eher von man sprechen.

Experten wissen nämlich schon lange, dass Menschen, wenn sie lügen, häufiger in der dritten Person sprechen, weil sie sich unterbewusst von der Lüge distanzieren.

Übt eure Antwort vor dem nächsten Gespräch einfach mal vor dem Spiegel und achtet darauf, mehr in der ersten Person zu sprechen. Dann überzeugt ihr sicher im nächsten Bewerbungsgespräch!

Ihr wollt noch mehr darüber erfahren, wie gerade junge Frauen in einem Vorstellungsgespräch überzeugen? Dann hört doch mal in die erste Folge von “Professionell bleiben”rein, einem brandneuen Karriere-Podcast für Berufseinsteigerinnen! In der Pilotfolge erzählen die Gründerinnen von “The Female Company” wie sie alle Kritiker von sich selbst und ihrer Marke überzeugt haben.