POLITIK
06/03/2019 08:24 CET | Aktualisiert 06/03/2019 08:30 CET

Dieses Bild offenbart Trumps gefährliches Scheitern beim Nordkorea-Gipfel

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Reuters
Satelliten-Aufnahmen des Testgeländes in Nordkorea. 

Nordkorea hat offenbar ein Gelände für Raketenstarts und Triebwerktests wieder aufgebaut. Das berichtet die “Washington Post” unter Berufung auf Satellitenaufnahmen des Raketentestgeländes namens ­Sohae Satellite Launching Station. 

► Nordkorea habe die Arbeit auf dem Gelände zwischen dem 16. Februar und dem 2. März wieder aufgenommen, berichtet die US-Zeitung weiter – also zu einem Zeitpunkt kurz vor oder nach den gescheiterten Verhandlungen zwischen US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un in Vietnam vergangene Woche

► Ursprünglich habe Nordkorea das Testgelände abbauen wollen, als Zeichen des guten Willens zur Abrüstung, berichtet die “Washington Post”. Nun hat es sich das nordkoreanische Regime wohl anders überlegt. 

Warum der Nordkorea-Bericht eine schlechte Nachricht für Trump ist

Trump hatte beim Treffen mit Kim vergangene Woche auf einen Durchbruch gehofft – und war gescheitert. Der Gipfel war überraschend ohne Abschlusserklärung zu Ende gegangen. Nordkorea verlangte als Gegenleistung zur Abrüstung die Aufhebung von Sanktionen, die USA waren nicht bereit, das zu tun. 

Die Wiederaufnahme der Arbeit auf einem Gelände für Raketentests ist ein weiterer Rückschlag für die US-Regierung. Bei der Sohae Satellite Launching Station handelt es sich laut der “Washington Post” um das größte Raketentestgelände Nordkoreas. 

Laut dem Experten Jeffrey Lewis vom Middlebury Institute of International Studies in Monterey könnte Nordkorea an einem Start einer Weltraum-Rakete arbeiten. Damit würde das Land zwar nicht Sanktionen brechen – dennoch könnten die Spannungen zwischen Washington und Pjöngjangwieder zunehmen, sagte er der “Washington Post”. 

Was ihr noch wissen müsst: 

Trumps Sicherheitsberater John Bolton schickte in einem Interview mit dem US-Sender Fox News – vor Veröffentlichung des “Washington Post”-Berichts – eine Warnung an Nordkorea: 

Wenn Nordkorea nicht bereit sei, nuklear abzurüsten, “dann denke ich, dass Präsident Trump sehr deutlich war. Sie werden keine Erleichterung von den erdrückenden Wirtschaftssanktionen bekommen, die ihnen auferlegt wurden, und wir werden uns ansehen, wie diese Sanktionen tatsächlich verstärkt werden können”.

Unterdessen bot sich die südkoreanische Regierung nach dem gescheiterten Gipfel als Vermittlerin an. Südkoreas Präsident Moon Jae-in sagte nach Angaben seines Büros, er hoffe, dass Trump und Kim in naher Zukunft wieder zusammentreffen. “Bei diesem Prozess ist unsere Rolle erneut sehr wichtig geworden.”

Mit Material der dpa.