POLITIK
04/12/2018 13:03 CET | Aktualisiert 04/12/2018 13:46 CET

Dieselgegner von Deutscher Umwelthilfe verlieren Toyota als Sponsor

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Reuters
Jürgen Resch (rechts) und Aktivisten der Deutschen Umwelthilfe

► Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) klagt gegen viele deutsche Städte, um dort Diesel-Fahrverbote zu erwirken und so die Luftqualität zu verbessern.

► Immer wieder wird die Umweltschutzorganisation um Jürgen Resch jedoch dafür kritisiert, finanzielle Unterstützungen von Toyota zu erhalten.

► Jetzt hat der japanische Autohersteller seine Zahlungen nach 20 Jahren eingestellt, wie die “FAZ” berichtet.

Warum das wichtig ist:

Der japanische Autohersteller hatte die DUH seit 20 Jahren finanziell unterstützt. Wie die Umwelthilfe auf Twitter mitteilt, habe die Organisation im Jahr 2018 30.000 Euro für das Projekt “CO2-Minderung im Verkehr” erhalten. Das entspreche 0,3 Prozent des Jahresbudgets.

Vor einigen Jahren soll die Unterstützung noch im fünfstelligen Bereich gelegen haben.

Da die Fahrverbotsklagen der DUH vor allem deutsche Autohersteller treffen, stand die DUH immer wieder dafür in der Kritik von dem japanischen Autohersteller Unterstützung zu erhalten. 

► Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH, sagte dazu im Jahresbericht  2017: 

“Das ändert aber nichts an unserer Unabhängigkeit. Im Frühjahr 2016 haben wir bei einem Toyota Diesel 5-fach überhöhte Abgaswerte gemessen und als illegal bezeichnet. Zudem haben wir bisher in 47 Gerichtsverfahren gegen Toyota Deutschland beziehungsweise deren Händler für die korrekte Energieverbrauchskennzeichnung gestritten.”

Was ihr noch wissen müsst:

Ende November wurde bereits bekannt, dass auch die Brauerei Krombacher ihre Unterstützung eingestellt hatte und “keine weitere Zusammenarbeit geplant” sei.

Kritiker werfen der DUH im Allgemeinen vor, dass ihre Tätigkeit wenig mit tatsächlichem Umweltschutz zu tun habe, da sie ihr Klagerecht vor allem dafür nutze, mittelständische Autohändler zu verklagen. Die DUH sei also vielmehr ein Abmahnverein als tatsächlicher Umweltschützer. 

Die DUH finanziert sich zu etwa einem Drittel aus Projektzuschüssen, die zum einen von privaten Stiftungen, zum anderen aus öffentlichen Geldern stammen. Darunter sind Fördergelder der Bundesregierung und Spenden der EU-Kommission. Ungefähr 30 Prozent der Einnahmen kommen aus dem Verbraucherschutz und damit zusammenhängenden Abmahnungen. Weitere Gelder der DUH stammen von Sponsoren, darunter private Spender, aber auch Unternehmen.

(vw)