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26/09/2018 13:04 CEST | Aktualisiert 26/09/2018 22:17 CEST

Diese 7 Sex-Stellungen sind eher unbekannt – ihr solltet sie aber ausprobieren

Wie wäre es mit der "Wiener Auster"?

  • Sexuelle Unzufriedenheit ist einer der häufigsten Trennungsgründe.
  • Damit es erst gar nicht soweit kommt, zeigen wir euch sieben Sexstellungen, die euer Liebesleben wieder auffrischen können. 

Missionars-, Doggy- und Reiterstellung sind die beliebtesten Sex-Stellungen der Deutschen – und gehören für viele Pärchen bestimmt zum Standard-Repertoire dazu. Jeder kennt jeden Schritt und jede Bewegung – der Weg bis zum Orgasmus fühlt sich wie einstudiert an. Kaum verwunderlich, dass das Liebesspiel dadurch öde wird.

Damit bei euch im Schlafzimmer keine Langeweile aufkommt, haben wir für euch sieben Sex-Stellungen zusammengetragen, die garantiert neue Leidenschaft in eure Beziehung bringen.  

1. Die Wiener Auster

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Die Wiener Auster.

Dieser Stellung wird eine Orgasmus-Garantie nachgesagt. Dabei ist sie im Grunde nur eine Abwandlung der klassischen Missionarsstellung. Die Frau liegt wie gewohnt auf dem Rücken, zieht jedoch ihre Beine an ihren Oberkörper heran. Die Waden oder die Füße sollen schließlich auf den Schultern des Mannes liegen. Dieser legt sich mit seinem Oberkörper fest auf die Frau. Dadurch kann er tiefer in sie eindringen – was für ein intensiveres Gefühl bei beiden sorgt. 

Durch die Beinschranke kann die Frau den Druck ihres Partners kontrollieren und dagegenhalten. Das entlastet ihren Brustkorb und sie kann freier atmen. 

In dieser Position ist die Stimulation und Reibung für Mann und Frau sehr intensiv. Durch die enge Stellung der Beine verkleinert sich der Scheideneingang und die Klitoris wird bei jedem Stoß zusätzlich stimuliert.

► Auch der G-Punkt steht hier im Fokus. Es soll Frauen geben, die durch diese Sexstellung zur weiblichen Ejakulation getrieben wurden. Auch multiple Orgasmen oder solche, die lang anhalten, werden der Wiener Auster nachgesagt. 

2. Die Lotus-Stellung

Die Lotus-Stellung hat ihre Wurzeln im traditionellen, indischen Sex-Lehrbuch “Kamasutra”. Sie ist eine sehr intime und besonders für Frauen befriedigende Position.

Auch der Lotus ist eine Abwandlung eines Klassikers: Im Grunde funktioniert er wie die Reiterstellung, aber anstatt zu liegen, sitzt der Mann aufrecht und die Frau schlingt ihre Beine um ihn. So übernimmt sie volle Kontrolle über die Situation.  

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Die Lotus-Stellung

“Während einige Stellungen perfekt für komplette Penis-rein-raus-Stöße sind, ist der Lotus ideal, um ihn tief und ganz zu empfangen”, sagt Sadie Allison, Sexologin und Autorin von “Ride ’Em Cowgirl! Sex Position Secrets for Better Bucking” der HuffPost und wendet sich dabei an alle Frauen:

“Diese Position ist ideal für langsamen, genüßlichen Sex – und mehr zu eurem Vergnügen als zu seinem.”

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Wegen des Winkels sei der Lotus besonders für Frauen geeignet, sagt Lori Buckley, Sextherapeutin und Autorin von “21 Decisions for Great Sex and A Happy Relationship”.

“Er fördert die Art von Bewegung, auf die viele Frauen sexuell reagieren: Ein langsames Schaukeln und Reiben, das die Klitoris direkt stimuliert. Außerdem habt ihr die Hände frei und könnt den Körper des anderen berühren. Man sitzt aufrecht, aber es braucht weniger Bewegung als die typische Position, bei der der Mann oder die Frau oben ist.”

3. Sex im Knien 

Sex auf den Knien ist unglaublich intim, wenn man es richtig angeht. 

Das Männer-Portal “AskMen” rät, bei dieser Position zu einem Kissen oder einer Yoga-Matte zu greifen, um die Knie zu entlasten. Außerdem sollten beide Partner etwa gleich groß sein – solltet ihr also 1,90 Meter groß sein und euer Partner 1,50 Meter, könnt ihr zum nächsten Punkt (oder Partner) springen.

Sex im Knien funktioniert so: Mann und Frau knien sich auf den Boden (oder auf einen Untergrund ihrer Wahl) und sind sich dabei gegenüber. Beide stellen ihr linkes Bein jeweils hinter dem Partner auf. 

Nun muss der Mann sein Hüfte absenken, um den Penis von unten einführen zu können. Das ist auch schon der kniffligste Teil. Wenn dies geschafft ist, geht der Rest wie von alleine. Die Frau bewegt ihren Unterleib hin und her, um sich und ihren Partner zum Orgasmus zu bringen.  

4. Die “koitale Ausrichtungs-Technik”

Auch die “koitale Ausrichtungs-Technik”, auch CAT genannt, ist eine Abwandlung der Missionarsstellung, in der der Mann ein bisschen höher liegt und somit seinen Penis gegen die Klitoris der Frau reiben kann. 

Eine Studie der sexualwissenschaftlichen Fachzeitschrift “Journal of Sex and Marital Therapy” untersuchte die Vorteile der “koitalen Ausrichtungs-Technik” gegenüber der klassischen Missionarsstellung. Das Ergebnis: Mehr als die Hälfte der Probandinnen kam mithilfe dieser Technik häufiger zum Orgasmus als in der Missionarsstellung.

Und so klappt es von Anfang an: 

“Startet in der traditionellen Missionarsstellung”, sagt Sexualtherapeutin Allison, “mit einem kleinen Kissen unter der Hüfte der Frau, damit diese etwas angehoben wird und den Becken-Winkel stützt.”

ISABELLA CARAPELLA
Die “koitale Ausrichtungs-Technik”.

►  Männer sollten dabei folgendes beachten:

“Nachdem du sanft hineingeglitten bist, verlagere deinen Körper ein paar Zentimeter nach oben, so dass dein Becken direkt auf ihrem liegt”, erklärt Allison.

“Du solltest jetzt über ihr sein, mit deiner Brust in der nähe ihrer Schultern – anstatt Angesicht zu Angesicht. Mit dieser neuen Ausrichtung erzeugt der Schaft des Penis eine angenehme Reibung an ihrer Vulva und Klitoris – und das mit jedem Stoß.”

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“Während du nah an sie gedrückt liegst, reibe und kreise dein Becken gegen ihre Vulva”, fährt die Sexualforscherin fort. “Versuche dir ihre Klitoris vorzustellen, während du dagegen drückst – und widerstehe der Versuchung, den Druck zu nehmen und einfach nur rein und raus zu stoßen. Lass deinen Penis in ihr und finde den Rhythmus, den sie braucht.”

Sie fügt hinzu: “Du weißt, dass es funktioniert, wenn du merkst, dass sie dich fester hält und dich mit den Beinen näher zu sich zieht!”

5. Criss Cross 

“Diese Position führt im Grunde dazu, dass sich der Penis doppelt so groß anfühlt, wie er eigentlich ist. Alles, was Frau dafür tun muss, ist, ihre Beine zu überschlagen”, sagte Lindsay Tigar, Sex-Bloggerin, dem Männer-Portal “AskMen”. 

►  Und so soll die Wunder-Position funktionieren: 

Die Frau liegt auf einem stabilen, ungefähr hüfthohen Untergrund, wie zum Beispiel einem Tisch. Ihre Beine hängen über der Kante. Der Mann stellt sich zwischen ihre Beine und dringt in sie ein. Dann nimmt und überkreuzt er ihre Beine und legt sie auf seinen Schultern ab. Dadurch bekommt er auch den perfekten Zugang zum G-Punkt.   

6. Die Scherenstellung

Zum sogenannten “Scissoring” verschränken sich beide Partner miteinander wie zwei offene Scheren. Mit dieser Stellung soll mehr Nähe und Reibung erzeugt werden. 

Einerseits dient diese Position perfekt als Vorspiel: Die Frau nimmt den Penis zwischen ihre Schamlippen und reibt sich langsam daran. Durch die Reibung können beide Partner schnell zu einem Orgasmus kommen. Allerdings ist die Frau hier klar im Vorteil.

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Die Scherenstellung.

Aber auch als Hauptgang eignet sich die Scherenposition: Der besondere Winkel, in dem der Penis eindringt sowie die stärkere Stimulation der Klitoris und der Schamlippen sorgen für ein intensiveres Gefühl.

Beide Partner haben bei dieser Position die volle Kontrolle. Je näher sie sich aneinander schmiegen, desto zärtlicher und inniger wird das Gefühl. 

Man sollte jedoch darauf achten, nicht zu heftig ans Werk zu gehen, denn sonst kann man schmerzhaft abrutschen oder sich aufreiben.

7. Das Kreuz 

Anders als viele Sex-Positionen, ist das Kreuz eine entspannte Stellung. Dabei liegt die Frau auf dem Rücken, der Mann im Lot zu ihr auf der Seite. Sie legt die Beine über seine Hüfte.

Damit diese Position gelingt, sollte sich die Frau am besten ein Kissen unter ihre Hüfte legen. Generell kann das Kreuz am Anfang etwas schwierig sein: “Dazu braucht es Kommunikation und etwas Herumprobieren, aber das ist es wert”, berichtete das US-Frauenmagazin “Bustle”. 

Zu Beginn könne die Position sich etwas merkwürdig anfühlen, aber genau das mache es “perfekt für Menschen, die es nicht eilig haben und Kerle, die zu schnell kommen”. 

(nc)