LIFESTYLE
25/01/2018 16:14 CET | Aktualisiert 25/01/2018 17:28 CET

China: Diese Implantate retten dem Mädchen das Leben

“Ich bemitleidete mich selbst."

  • Die Chinesin Xiao Yan hat ein großes Muttermal im Gesicht – Ärzte befürchten deshalb, sie könnte an Hautkrebs erkranken
  • Jetzt muss sie eine bizarre Behandlung über sich ergehen lassen 
  • Im Video oben seht ihr, wie das Mädchen vor dem Eingriff aussah

Xiao Yan ist 23 Jahre alt und kommt aus der südchinesischen Provinz Guizhou. Die junge Frau leidet an einem angeborenen melanozytären Nävus – einem großen Muttermal in ihrem Gesicht.

Vier Implantate sollen ihre Haut dehnen

► Ärzte befürchten, dass sie an Hautkrebs erkranken wird, wenn das Muttermal nicht entfernt wird. 

► Dieser Vorgang erweist sich jedoch als schwierig: Um das Muttermal entfernen zu können, mussten der Frau erst einmal vier Ballons unter die Haut implantiert werden. 

Yan muss nun mehrere Monate mit den Ballons in ihrem Gesicht leben. Sie sollen die Haut an vier Stellen dehnen. Dazu wird regelmäßig Kochsalzlösung per Injektion in die Implantate nachgefüllt.

Die junge Frau braucht diese bizarre Behandlung, um neues Gewebe wachsen zu lassen, das Ärzte verwenden können, um es anschließend auf ihr Gesicht zu transplantieren – nachdem das Muttermal entfernt wurde.

►Ärzte in Shanghai griffen zu dieser Maßnahme, nachdem das Mal anfing, Schmerzen zu verursachen.

Als Kind war Yan noch “sorglos”

Als Kind hatte Yan nie das Bedürfnis, etwas an ihrem Aussehen zu ändern. “Trotz des großen Mals in meinem Gesicht habe ich es genossen, mit meinen Freunden zu spielen”, zitiert die britische Zeitung “Daily Mail” die junge Frau. “Ich war sorglos.”

Aber als ich älter wurde, wurde die Tatsache, dass ich anders war, immer offensichtlicher”, fügte sie hinzu. In ihrem Dorf wurde sie immer wieder zum Ziel von Hohn und Spott.

► Ihre Mutter Yang Xiu’e sagte, dass sie die Dorfbewohner “anbetteln” musste, damit sie aufhören würden, sich über ihre Tochter lustig zu machen.

Yan gestand: “Ich bemitleidete mich selbst. Aber ich bin mit der Unterstützung meiner Familie aufgewachsen und bin jetzt viel positiver.”

(lm)