GOOD
15/04/2018 12:19 CEST | Aktualisiert 15/04/2018 12:22 CEST

In der Wohnung dieser Frau stapeln sich mehr als 1000 BHs – für einen guten Zweck

"Die BHs sind extrem wichtig als Statussymbol."

Emma Sinclair
Emma Sinclair in ihrer Wohnung in London.
  • Emma Sinclair fährt von London bis nach Edinburgh, mit tausenden BHs im Gepäck
  • Den Weg nimmt sie auf sich, um Frauen in Not zu helfen

Für Mädchen und Frauen hierzulande ist es selbstverständlich, BHs und Unterwäsche zu besitzen und zu tragen. Aber es gibt noch viele Teile der Welt, in denen das nicht so ist.

In Afrika beispielsweise können sich die Menschen oft nicht einmal Essen oder eine Schulbildung leisten – geschweige denn Unterwäsche. 

► Emma Sinclair, eine Technik-Unternehmerin aus London und Mentorin bei Unicef, dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, will das ändern.

“Die [BHs] sind extrem wichtig als Statussymbol, welches auf der einen Seite Selbstvertrauen schenkt (für Mädchen in gemischten Klassen) und auf der anderen Seite Attacken und Vergewaltigungen von Frauen senken soll. Das höre ich überall in Afrika”, erklärte Sinclair der HuffPost UK

“Menschen sind so unglaublich und großzügig”

Nach einem Spendenaufruf stapelten sich hunderte BHs von anderen Frauen in Sinclairs Wohnung. Nun machte sich die Frau mit den Kleidungsstücken im Koffer auf den Weg ins 600 Kilometer entfernte schottische Edinburgh, um die BHs an die Wohltätigkeitsorganisation Smalls For All zu übergeben.

Die Organisation hilft gefährdeten Frauen und Mädchen, die in Waisenhäusern, Slums und Flüchtingscamps in Afrika wohnen. Außerdem versorgt sie Krankenhäuser mit Unterwäsche.

Es ist nicht das erste Mal, dass Sinclair einen Berg mit BHs in ihrer Wohnung hatte. Schon vor einigen Wochen rief sie Menschen bei Twitter auf, ihr nicht mehr gebrauchte Kleidung zu schicken. 

Mehr als 1000 Kleidungsstücke kamen zusammen. “Menschen sind so unglaublich und großzügig. Frauen die meinen Tweet sahen, nahmen sich Zeit und sendeten mir getragene und sogar neue BHs zu,” sagt Sinclair.

Mehr zum Thema: Wie ein Ehepaar dafür sorgt, dass es für Kinder in Afrika zum ersten Mal nachts hell ist

 

Sinclair sagt: “Wenn eine Frau arm aussieht und keine Unterwäsche trägt, ist sie ein viel leichteres Opfer für Missbrauch.”

Und: “Stellt euch diese Demütigung als junge Frau in einer Schule vor, wenn man nicht richtig angezogen ist. Unterwäsche gibt den Mädchen Selbstvertrauen.”

Emma Sinclair
Emma Sinclair in Malawi.