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18/03/2018 16:13 CET | Aktualisiert 18/03/2018 16:13 CET

Die SPD muss in die Insolvenz

Die SPD ist der BER unter den politischen Großbaustellen. Seit 2005 wird an der Erneuerung gebaut. Es werden Sprüche geklopft. Es gibt den Baukran “Hashtag“, der immer wieder bestimmte Klötze bewegt. #NRWir ist einer von vielen Arbeitsunfällen.

Im Aufsichtsrat “Parteivorstand“ werden sich Posten zu geschachert, der Vertrag “GroKo“ verlängert und Kündigungen ausgestellt. So verzögert sich die Baustelle und die Umleitungen für die Kundengruppe “Wähler“ verläuft über eine Gabelung in die Richtungen “AfD“ (Rechts abbiegen), “Die Linke“ (scharf nach links) und “Die Grünen“, “CDU“ und “FDP“ (weiter geradeaus bis zum Kreisverkehr).

Ein Streik durch den linken Betriebsrat ist in letzter Sekunde abgewehrt. Die Arbeiter gehen weiter ihrer Arbeit nach. Der Elektroinstallateur macht die Spülungen fertig und der Fliesenleger streicht weiter die Wände. Dabei behält der Abteilungsleiter alles im Auge. Die Tür für ein vier Augen Gespräch bleibt weiter offen.

Warum funktioniert diese Baustelle nicht?

Die Kumpanei und Kungelei des Aufsichtsrats ist ein Spiegelbild der Arbeit vor Ort. Alle Vorstandsmitglieder waren selber auf der Baustelle tätig. Sie kennen die Tür zu den verschlossenen Zimmern, den Bauplan und die Grundpfeiler der Baustelle sehr gut. Sie verbrachten Ihre komplette Ausbildung auf dem Bau. Sie kennen es nicht anders. Die Arbeiter wählten Ihre Leute auf die Posten. Diese Zustände können nur von der Wurzel aus angepackt werden. Doch verblendet zu viel Unkraut die Sicht.

Die Baustelle muss dichtmachen.

Jedes Unternehmen muss sich der Zeit anpassen. Das beste Material, das beste Know-how, die neusten Innovationen müssen die bestehenden Baugeräte verbessern.

Passiert dies nicht, muss die geordnete Umstrukturierung her. In manchen Fällen hilft nur die Insolvenz. Das bedeutet nicht das Ende der sozialdemokratischen Gemeinschaft.

Nein, viel mehr sollte die Arbeit restrukturiert werden. Eine Kernsanierung, welche bei einer Ruine die Grundpfeiler “Werte“ belässt, aber aus den Trümmern eine Villa mit smarten Lösungen konstruiert.

Mein Bauplan

Es ist einfach zu kritisieren. Zukunftsweisende Vorschläge sollten dabei nicht fehlen. Hier meine Vorschläge für eine neue sozialdemokratische Kraft in Deutschland:

Der Name

Die Marke SPD wird für immer mit der Agenda 2010, den Fehlentscheidungen des letzten Jahrzehnts und dem Vergleich mit Parteilegenden wie Brandt, Schmidt und Wehner ausgesetzt sein. Ein neuer Name muss diesen Schnitt mit der Vergangenheit besiegeln.

Vision

Die Partei fokussiert sich auf drei Visionen für Deutschland, welche für alle leicht erfassbar und unter 15 Sek. zu erklären sind. Durch interaktive Kampagnen, die Einbindung von Dritten und die Abdeckung von relevanten Politkfeldern entsteht aus diesen Visionen eine Bewegung.

Antragskultur

Das einzelne Mitglied wird gestärkt. Jedes Mitglied ist antragsberechtigt. Um Anträge zuzulassen, benötigt der Antragssteller die Unterstützung von einer bestimmten Anzahl von Personen (50 Personen bspw.).

Diese kann er sich auf der Parteiplattform einholen. Diese kann von jedem Mitglied eingesehen und unterstützt werden. Das Mitglied vernetzt sich überregional, setzt sich mit ver. Ansichten auseinander und erhält ein Gespür für Probleme und guten Ideen.

Basisstruktur

Die Ortsvereine werden abgeschafft. Diese werden durch sogenannte “Netzwerke“ ersetzt. Netzwerke kennen keine Vorsitzende, sondern werden durch flache Hierarchien gemeinsam in sog. “Clouds“ geführt.

Innerhalb der Clouds wird es jeweils einen “Koordinator“ geben. Ansonsten sind Netzwerk Termine immer überregional (mehrere Kreise/Städte), offen für Mitglieder und Nicht-Mitglieder und der Geburtsort für neue Projekte.

Dieser Treffpunkt der Inspiration und Erfahrungsaustauschs wird der Motor der Partei sein.

Simples Organigramm

Wählerfreundlichkeit

Die Partei setzt auf Nichtmitglieder, Sympathisanten und Wähler. Diese bilden das Fundament und werden besonders gewürdigt. So sind grundsätzlich alle Termine für jeden zugänglich und offen. Bürgersprechstunden und Wahlkampfstände fallen weg.  

Dafür entwickelt die Partei neue Ansätze zur Kommunikation. Dies wird der Schwerpunkt der Cloud ”Äußere Bewegung“ sein.

Mitgliederfreundlichkeit

Zahlende Mitglieder müssen auch aktive Mitglieder sein. In der die Partei die Stärken der einzelnen Mitglieder stärkt und auf ihre Experte setzt, werden Ressourcen geschont.

Auch emotionale bzw. persönliche Spannungen wie Enttäuschungen/Stress/Streit werden durch die richtige Einsetzung der Expertise präventiv umgangen.

Sie wollen noch mehr spannende Ansätze lesen?

http://www.jade-madani.de/kuckucksuhr/