POLITIK
02/10/2018 21:08 CEST

Die Partei wirbt in Bayern mit einem Mittel gegen "AfDerjucken"

Die Satiriker nehmen die Rechtspopulisten aufs Korn.

Die Partei

Dramatische Geräuschkulisse.  

Ein Mann kratzt sich am Jeans-Hintern. Und noch einer. Eine Frau schrubbert am Stoffhosen-Po. Bildfüllend.

Der geübte Zuschauer der Öffentlich-Rechtlichen ist irritiert. Eine Werbung für diverse Cremes gegen Afterjucken (ja, gibt’s wirklich)? Kann’s nicht sein. In den üblichen Clips der Pharmaindustrie juckt’s in solchen Fälle ja nie echte Menschen, sondern Comic-Figuren, aus Anstandsgründen. 

Dann die Auflösung, weiß auf schwarz: 

“Unser Bayern leidet unter AfDerjucken.” Aber: “Keine Panik, Hilfe naht.” In Form von Tabletten namens “Die Partei”. “Sehr gut verträglich” sollen die sein.

Der Clip ist eine Wahlwerbung der Satirepartei “Die Partei” um Martin Sonneborn (siehe Video unten).

Der Bundesvorsitzende der Partei will der AfD auf allen Ebenen Stimmen, nun ja, wegkratzen, sei es in Bayern, sei es im Europarlament.

Diesmal läuft’s für die Satiriker-Truppe jedenfalls besser als bei der letzten Landtagswahl in Bayern 2013. Damals hatte die Partei den Antrag zur Zulassung zur Wahl vergeigt, weil die Partei offenbar ihren eigenen Namen nicht korrekt schreiben konnte, und war so nicht auf die Stimmzettel gekommen.

Diesmal tritt sie offiziell an. Sonst wäre ja auch der provokante Spot, mit Verlaub, für’n Arsch.

(nsc)