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16/03/2018 13:49 CET | Aktualisiert 16/03/2018 13:49 CET

Die Gartensaison ist jetzt eröffnet

Ein Garten dient Hausbewohnern nicht selten als Ort des Rückzugs und der Entschleunigung. Bei dem hohen Tempo unserer Alltagswelt gelingt es vielen Menschen, im Garten zur Ruhe zu kommen. Darum liegt der wesentliche Wert eines Gartens auch in den Dingen, die man für Geld nicht kaufen kann: Zeit und Ruhe. Hobbygärtner sollten am besten im März die Gartensaison eröffnen.

HAUSGOLD.DE/Shutterstock
Hobbygärtner eröffnen am besten im März die Gartensaison.

Die ersten warmen Sonnenstrahlen blitzen durch das kahle Geäst, langsam klettert die Temperaturanzeige auf dem Thermometer in die Höhe. Jetzt wird es Zeit für die ersten Arbeiten im Garten. Denn wer sich im Sommer an einer grünen und blühenden Pracht erfreuen möchte, muss bereits im Frühjahr die ersten Vorbereitungen treffen. Für Hobbygärtner heißt es darum jetzt: Ab nach draußen!

Bäume und Sträucher zurückschneiden

Die ersten milderen Tage bis Ende März eignen sich besonders gut zum Zurückschneiden von sommerblühenden Ziergehölzen, Rosen und Obstbäumen. Hecken dürfen nur an frostfreien Tagen geschnitten werden, solange keine Knospen zu sehen sind. Wichtig ist, dass Hobbygärtner beim Zurückschneiden nicht zu vorsichtig vorgehen. Schneiden Sie lieber etwas zu viel als zu wenig ab. Beim Schnitt werden Triebe gekürzt und abgestorbene Teile entfernt. Dabei gilt: Je stärker der Rückschnitt, desto stärker entwickelt sich der Austrieb.

Pflanzen optimal düngen

Die abgeschnittenen Äste können nun zerhackt und als Mulch wieder um die Pflanzenwurzeln verteilt werden. Alternativ können Sie sie mit dem Kompost vermengen, den Sie – ebenfalls im März – auf die Erde bringen. Denn Kompost ist im Frühling der ideale Dünger. Aus ihm erhalten die Pflanzen die nötigen Nährstoffe und wichtige Spurenelemente. Insbesondere bei Obstbäumen und Sträuchern muss der Kompost vorher gesiebt werden, damit nur das zersetzte Material eingesetzt wird. Dann kann der Kompost in einer bis zu einen Zentimeter dicken Schicht auf die Erde gestreut werden.

Fast allen Böden mangelt es an Stickstoff. Besonders gute Stickstofflieferanten für Böden sind Hornspäne oder Hornmehl. Wie viele Späne pro Quadratmeter in den Boden eingeharkt werden, hängt aber von der Bepflanzung ab: Tomaten und Gurken brauchen mehr, Erbsen oder Zwiebeln hingegen weniger Nährstoffe im Boden. Für Mineraldünger im Garten im Frühling gilt: Sparsam verwenden, denn ein überdüngter Boden ist anfälliger für Pilzerkrankungen. Einfacher anzuwenden sind mineralisch-organische Dünger, die mit der Gießkanne gegeben werden.

Rasen frühjahrsfit machen

Auch der Rasen benötigt nach den kalten Wintermonaten jetzt im Frühling eine gründliche Pflege. Am besten behandelt man den Rasen mit einem hochwertigen Langzeitdünger, der die wichtigen Nährstoffe nach und nach freigibt. Möchte man seinem Rasen etwas besonders Gutes tun, sollte man ihn auflockern und von vertrocknetem Geäst und Moos befreien. Die Auflockerung des Bodens sorgt für eine ausreichende Belüftung, die für die Niederschlagaufnahme wichtig ist.

Garten im Frühling: Saatzeit

Frühlingszeit ist Saatzeit. Je früher ein Gewächs in die Erde kommt, desto mehr Zeit bleibt, bis zur Blüte noch zu einer kräftigen Pflanze heranwachsen zu können. Junge Sämlinge fühlen sich wohl, wenn die Erde wenig Salze und jede Menge Feuchtigkeit enthält. Ideal für Aussaaten ist im Frühling daher eine spezielle Aussaaterde. Im März können Gemüseliebhaber kleine Blattsalate, Erbsen, Spinat, Rote Beete, Zwiebeln, Möhren und Radieschen im Freiland aussäen. In Frühbeete gehören Kohl, Rettich, Radieschen, Schnittlauch, Petersilie und Tomaten.

In Ziergärten können Hobbygärtner Gauklerblumen, Sonnenhut, Astern, Dahlien, Fuchsschwanz, Kornblumen, Löwenmäulchen und Nelken in den Frühbeeten aussäen. Im Garten im Frühling finden Mohn, Ringelblumen und Schleierkraut ihren Platz im Freien.

Ein gepflegter Garten steigert den Immobilienwert

Ein schöner Garten trägt nicht nur zum allgemeinen Wohlbefinden seines Eigentümers bei. In mehrfacher Hinsicht kann der Garten zu einer echten Wertanlage werden, physisch und psychisch, aber auch finanziell. Spätestens wenn Eigentümer ihr Haus verkaufen, ist ein gepflegter Garten bares Geld wert. So ist nachgewiesen, dass ein gepflegter Garten den Verkaufswert eines Hauses im Schnitt um 18 Prozent steigern kann. Ausgaben für Haus und Garten lohnen sich nicht aber nur kurzfristig vor einem Verkauf, sondern auch kontinuierlich, um den Immobilienwert zu erhalten und die Lebensfreude der Bewohner zu steigern.