POLITIK
02/05/2018 08:11 CEST | Aktualisiert 02/05/2018 10:37 CEST

Bundeswehr: Warum nur vier der 128 "Eurofighter" einsatzbereit sind

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JOHN MACDOUGALL via Getty Images
Scheint einsatzbereit zu sein: ein Eurofighter bei einer Messe in Berlin. 

Ein neuer Bericht des “Spiegels” legt Probleme bei der Bundeswehr offen: Von den 128 Maschinen der Kampfflugzeuge “Eurofighter” sind nach Informationen des Nachrichtenmagazins nur vier einsatzbereit. 

Woran liegt das? Es gebe laut “Spiegel” technische Schwierigkeiten beim Selbstschutzsystem, dem Warnsystem der Flieger. Deswegen seien nur rund zehn Jets für echte Einsätze startklar. 

Hinzu kommt: Weil die Luftwaffe nur über kleine Bestände an Bewaffnung für den “Eurofighter” verfüge, könnten derzeit sogar nur vier Jets für reale Missionen eingesetzt werden, berichtet das Nachrichtenmagazin unter Berufung auf interne Berechnungen der Luftwaffe.

Warum der Bericht über die “Eurofighter” so brisant ist:

► Die Probleme der Bundeswehr würden Deutschland in Bedrängnis bringen, sollte sich das Militär an einem Einsatz der Nato beteiligen wollen: Berlin habe dem Verteidigungsbündnis 82 Jets für Krisenfälle zugesagt – ein Versprechen, das die Bundesregierung offenbar gar nicht einhalten kann.

► Um das Ansehen der Bundeswehr steht es ohnehin nicht gut. Die Truppen gelten als schlecht ausgerüstet. Berichte – wie über das “Problem-Gewehr” G36 – sorgten in der Vergangenheit für Spott.

Was die Bundeswehr zum “Spiegel”-Bericht sagt:

Die Bundeswehr habe auf Anfrage des “Spiegels” die neuen technischen Probleme bestätigt, allerdings nicht die konkreten Zahlen. Diese seien als geheim eingestuft.

Ein Sprecher sagte, man arbeite mit Hochdruck an einer Lösung. 

(lp)