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14/10/2018 07:26 CEST | Aktualisiert 14/10/2018 10:49 CEST

Deutscher gewinnt Ironman-Triathlon in Fabelzeit – und überrascht nach Zieleinlauf

Noch nie hatte ein Sportler den wohl härtesten Triathlon der Welt unter acht Stunden beendet – bis jetzt.

  • Er hat es wieder geschafft: Patrick Lange ist erneut Ironman-Weltmeister.
  • Wieder dominiert er die Konkurrenz beim Laufen und beendet das Rennen unter den magischen acht Stunden.
  • Im Video oben seht ihr den Zieleinlauf von Lange – und wir er anschließend seiner Freundin einen Heiratsantrag machte.

Patrick Lange hat als erster Ironman die Acht-Stunden-Schallmauer auf Hawaii durchbrochen und mit seinem zweiten WM-Triumph nacheinander die deutsche Ära fortgesetzt. Der 32 Jahre alte Triathlet aus Hessen nutzte die optimalen Bedingungen am Samstag für eine erneute Demonstration seiner Lauf-Klasse und einen Fabelrekord auf der Urlaubsinsel.

“Es ist einfach Wahnsinn. Ich hätte das nie gedacht”, sagte Lange im Ziel, wo er sich die letzte Kraft für etwas ganz Besonderes aufbewahrt hatte: Er machte seiner Freundin auf Knien einen Heiratsantrag. Nicht einmal mit deren Vater hatte Lange das abgesprochen.

dpa
Patrick Lange aus Deutschland macht seiner Freundin nach seiner Ankunft im Ziel einen Heiratsantrag.

Nach 7:52:39 Stunden kam Lange ins Ziel. Der selbst ernannte “Rekordbrecher” hatte Wort gehalten. Über die 3,86 Kilometer Schwimmen, 180,2 Kilometer Radfahren und 42,2 Kilometer Laufen unterbot er seinen Streckenrekord aus dem vergangenen Jahr (8:01:40 Stunden) um unglaubliche neun Minuten.

Nach Sebastian Kienle 2014, der nach einem frühen Defekt am Rad und Problemen mit der Achillessehne zu Beginn der Laufstrecke aufgab, und Jan Frodeno 2015 und 2016, der wegen einer Verletzung nur als Experte und Zuschauer beim 40. Ironman auf Hawaii war, sorgte Lange für den fünften deutschen Sieg im Triathlon-Mekka nacheinander.

Zweiter hinter Lange mit über vier Minuten Rückstand wurde der Belgier Bart Aernouts vor David McNamee aus Großbritannien (+8,31 Minuten) in einem Rennen, das der erfolgreiche Titelverteidiger nach einem eher mäßigen Schwimmen mehr und mehr zu seinem großen Auftritt machte. “Ich hatte nicht das beste Schwimmen, wie man gesehen hat, aber danach lief es unglaublich gut”, sagte Lange.