WIRTSCHAFT
04/12/2018 23:19 CET | Aktualisiert 05/12/2018 07:23 CET

Deutsche Autobauer sprechen mit Trump: VW kündigt Kooperation mit Ford an

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Associated Press
VW-Chef Diess nach dem Treffen mit Trump.

► Nach einem Gespräch von Vertretern dreier großer deutscher Autokonzerne im Weißen Haus herrscht Optimismus, dass US-Autozölle für die EU-Länder vermieden werden können. 

“Wir haben einen großen Schritt nach vorne gemacht, um die Autozölle zu vermeiden”, sagte der Vorstandsvorsitzende der Volkswagen AG, Herbert Diess, nach dem Gespräch, an dem auch Daimler-Chef Dieter Zetsche und BMW-Finanzvorstand Nicolas Peter teilnahmen. 

► Diess betonte, es sei auch um den Bau eines neuen Volkswagenwerkes, sowie um Kooperationen mit dem US-Autobauer Ford gegangen, mit dem VW gemeinsam unter anderem Pick-Ups bauen will. 

Warum das Gespräch mit Trump wichtig war: 

Der Besuch der Automanager in Washington ist in Deutschland umstritten, da für die Handelsverhandlungen mit den USA eigentlich die EU zuständig ist, nicht die Konzerne.

Die USA und die EU verhandeln noch immer über eine Beilegung des Handelsstreits. US-Präsident Donald Trump sieht sich von Handelspartnern unfair behandelt. Im Sommer konnte die EU eine Eskalation des Streits abwenden. 

Trump droht seit Monaten mit Sonderzöllen auf Autos. Für die deutschen Hersteller wäre dies eine starke Belastung und ein riesiger Wettbewerbsnachteil.

Was Trump den deutschen Autobauern gesagt haben soll: 

Trump nahm selbst an dem Gespräch im Weißen Haus teil. Nach Informationen des “Bild”-Zeitung sagte Trump den Autobossen im Oval Office: “Wir wollen, dass ihr mehr Fahrzeuge in den USA baut – mehr hochwertige Autos. Wir helfen euch dabei.”

(jg)