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27/06/2018 16:15 CEST | Aktualisiert 27/06/2018 21:12 CEST

Deutlich weniger Migranten erreichen Europa als in den Vorjahren

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NurPhoto via Getty Images
Geflüchtete Frauen und Männer verlassen ein Rettungsschiff im April 2018.

► Seit Anfang des Jahres sind deutlich weniger Migranten an Europas Außengrenzen als in den Vorjahren angekommen.

► Von Anfang Januar bis Mitte Juni waren es nach Angaben der Organisation für Migration (IOM) in Genf gut 54.300 Menschen. Zum Vergleich: Bis Ende Juni 2017 waren es gut 100.000, bis Ende Juni 2016 waren es 240.000.

Die meisten Menschen erreichen Europa nach IOM-Angaben nach wie vor über das Mittelmeer, insgesamt 80 Prozent in diesem Jahr. Die meisten kamen in Italien an, gefolgt von Spanien und Griechenland. 

► Bis Mitte Juni wurden im Mittelmeer knapp 1000 Menschen tot geborgen oder vermisst gemeldet, verglichen mit 1800 im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Zahl dürfte nach Angaben von Hilfsorganisationen aber deutlich höher sein. Nicht jede Schiffstragödie wird bekannt.

Darum ist der Rückgang der Flüchtlingszahlen wichtig: 

Vor dem Hintergrund des aktuellen Asylstreits schüren vor allem Rechtskonservative und Rechtspopulisten die Angst vor einem erneuten Anstieg der Flüchtlingszahlen. So hielt die österreichische Regierung am Dienstag sogar eine Übung ab, um die Abwehr von einreisewilligen Menschen an der Grenze zu üben.

Die aktuellen Zahlen zeigen nun, dass diese Panikmache übertrieben ist.

(ame)