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01/12/2018 10:35 CET | Aktualisiert 01/12/2018 10:35 CET

Der Kampf gegen AIDS ist unsere Apollo-Mission

Rupak De Chowdhuri / Reuters

 Am 1. Dezember ist Weltaidstag. Ein Guter Anlass, sich zu fragen: Wie viel weiß ich überhaupt über Aids? Die wenigsten wissen zum Beispiel, dass es große Fortschritte im Kampf gegen Aids gegeben hat. Während die Diagnose in den 80er- und 90er-Jahren selbst für einen so bekannten Künstler wie Freddie Mercury noch ein Todesurteil war, ist sie das heute nicht mehr. Weder in Europa, noch in weiten Teilen Afrikas.

Denn heute gibt es sehr gute Medikamente, die HIV-positiven Menschen ein normales Leben ermöglichen. Sie verhindern sogar eine Ansteckung zwischen HIV-positiven Müttern und ihren Kindern bei der Geburt. Und die Medikamente sind günstiger als je zuvor. Kosteten sie vor 15 Jahren noch 10.000 US-Dollar pro Jahr pro Person, sind es heute nur noch 75 US-Dollar. 76 Prozent aller HIV-positiven Mütter sind in Behandlung – doppelt so viele wie noch vor sieben Jahren. Seit 1996 sind die Neuinfektionen um beinahe die Hälfte gesunken und die Anzahl der Aidstoten hat sich seit 2004 sogar mehr als halbiert. Diese Fakten machen Hoffnung darauf, dass wir bis 2030 die erste Aids-freie Generation schaffen können.

Aber: Es gibt immer noch einiges zu tun. Heute sind junge Frauen und Mädchen in Subsahara-Afrika besonders gefährdet. Jeden Tag infizieren sich dort 1000 junge Frauen zwischen 15 und 24 Jahren mit HIV. Bei den jungen Männern sind es nur halb so viele.. Ein Grund für die besondere Gefährdung junger Frauen ist sexuelle Gewalt. In Südafrika sind ein Viertel der Neuinfektionen bei Frauen auf geschlechtsspezifische Gewalt zurückzuführen. Insgesamt sterben mehr Frauen an Aids als an Brustkrebs, Schlaganfällen oder jeder anderen Krankheit. Noch immer haben 15 Millionen der 37 Millionen HIV-Positiven keinen Zugang zu lebensrettenden Medikamenten. Weltweit fehlen 20 Prozent der Investitionen, die es bräuchte, um die Epidemie bis 2030 zu beseitigen.

Wir müssen deshalb weiter kämpfen. Das Ziel, bis 2030 die erste Aids-freie Generation zu schaffen, ist erreichbar. Und wir könnten als die Generation in die Geschichte eingehen, die Aids besiegt hat. Das ist unsere Apollo-Mission. Genauso wie damals Neil Armstrong und Co nicht auf dem halben Weg zum Mond umgekehrt sind, dürfen wir nicht auf den letzten Metern nachlassen. Wir sollten unsere Regierungen dazu auffordern, die Finanzierungslücke zu schließen, damit Aufklärung und Medikamente wirklich alle Menschen erreichen.

Daran arbeitet auch ONEs Partnerorganisation (RED). (RED) kooperiert mit großen Unternehmen, die von iPhones bis Durex-Kondomen verschiedenste Produkte in einer (RED)-Version herausbringen. Ein Teil des Erlöses dieser Produkte geht direkt an den Globalen Fund zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria. Der Globale Fonds hat gemeinsam mit seinen Partnern durch Prävention, Aufklärung und die Bereitstellung von Medikamenten schon 27 Millionen Leben gerettet. Reinschauen lohnt sich also, getreu dem Motto Shop (RED), save lives. Mehr Infos auf www.red.org.