20/08/2018 13:41 CEST | Aktualisiert 20/08/2018 13:41 CEST

Deposit Solutions mit neuer Mega-Finanzierungsrunde

Tech-Szene.de

Die deutsche FinTech-Szene boomt. Das zeigte letzte Woche eindrucksvoll die Hamburger Deposit Solutions GmbH mit einer erfolgreichen 100 Millionen USD schweren Finanzierungsrunde. Angeführt würde die Runde von dem renommierten Private Equity Haus Vitruvian zusammen mit der schwedischen Kinnevik-Gruppe, die man hierzulande vor allem als Investor von Rocket Internet kennt.

Deposit Solutions betreibt die global marktführende Open-Banking-Plattform für Spareinlagen. Mit seiner Technologie hat das Unternehmen eine neue Infrastruktur für den weltweit 50 Billionen US-Dollar großen Einlagenmarkt entwickelt, von der Banken ebenso wie Anleger profitieren. Deposit Solutions hat bereits mehr als 70 Banken aus 16 Ländern an seine Plattform angeschlossen. Zusätzlich vermarktet das Unternehmen über die Vertriebskanäle ZINSPILOT und SAVEDO ausgewählte Einlagenprodukte seiner Partnerbanken direkt an Sparer. 2011 von Dr. Tim Sievers gegründet, beschäftigt Deposit Solutions heute 250 Mitarbeiter und hat neben seinem Hauptsitz in Hamburg Büros in Berlin, London und Zürich. Bisherige Investoren sind e.ventures, Greycroft, FinLab, Peter Thiel, Top Tier Capital Partners, Apeiron Investment Group und der Angel Investor Stefan Wiskemann.

Die Finanzierungsunde folgt auf eine Zeit des schnellen Wachstums: Das Unternehmen konnte seit der letzten Finanzierungsrunde im Herbst 2017 sein B2B-Kerngeschäft weiter ausbauen, u.a. mit so renommierten Partnern wie der Deutschen Bank oder Fidelity’s FFB. Daneben wächst das Direktgeschäft über die B2C-Marken „ZINSPILOT“ und „SAVEDO“ weiterhin exponentiell und ist mit über 155.000 Kunden und einem vermittelten Einlagenvolumen von mehr als EUR 9 Milliarden eines der weltweit erfolgreichsten B2C-Angebote im Fintech-Bereich.

Was ebenso für die Qualität von Deposit Solutions und auch für die Reife des deutschen FinTech-Marktes generell spricht: Die börsennotierte FinLab AG und die Apeiron Investment Group konnten jeweils einen Teil ihrer Anteile für jeweils 10 Mio. Euro im Rahmen eines so genannten Secondary verkaufen. Beide sind mit ihrem verbleibenden Anteil auch weiterhin wesentliche Investoren von Deposit Solutions. Eine stattliche Performance: Seit FinLab’s und Apeiron’s Erstinvestment im September 2015 hat sich die Bewertung von Deposit Solutions fast verzwanzigfacht. Apeiron Investment Group ist das Family Office von Christian Angermayer, einer der erfolgreichsten deutschen Technologie-Investoren. Angermayer, mit dem zusammen 2015 auch Peter Thiel bei Deposit Solutions eingestiegen ist, ist mit ca. 35% auch einer der größten Aktionäre der FinLab, und kann sich daher doppelt freuen. Dank seines untrüglichen Gespürs für neue Trends und herausragende Unternehmen platzierte sich Angermayer, der seit 2012 in seiner Wahlheimat London lebt, dieses Jahr zum ersten Mal im Reichen-Ranking der renommierten Sunday Times auf Platz 458 mit einen geschätzten Vermögen von ca. 300 Millionen Euro.

Und seine Erfolgssträhne könnte weitergehen: Für FinLab zeichnet sich ein sehr erfolgreiches Jahr 2018 ab, denn auch die übrigen FinTech-Beteiligungen wie nextmarkets, Kapilendo oder Vaultoro entwickeln sich laut Aussagen des Managements sehr erfreulich. Und genügend Liquidität für Neuinvestments ist jetzt auch vorhanden. Die Analysten von Hauck & Aufhäuser haben dann auch das Kursziel für die FinLab-Aktie von 29,00 Euro auf 30,80 Euro erhöht. Ein Kurspotential von 40% für die FinLab-Aktie, die aktuell um die 22 Euro notiert.

Aus der tech-szene.de Redaktion