ELTERN
19/04/2018 14:56 CEST | Aktualisiert 19/04/2018 17:38 CEST

Junge schreibt 1982 seinen Namen in Schulbuch: Das stellt nun Schulsystem in Frage

“Ich schäme mich für dieses Buch.”

Sean Gallup via Getty Images
Die neue Besitzerin des Schulbuchs heißt Marley Parker. Sie ist sehr stolz, dass sie nun das Schulbuch des berühmten Sängers besitzt. Doch ihre Mutter ist entsetzt. 
  • Die Amerikanerin Shelly Bryan Parker hat ein Foto ihrer Tochter, die ein veraltetes Schulbuch in den Händen hält, gepostet
  • Auf Facebook diskutieren nun die User, ob das für ein schlechtes Schulsystem spricht oder nicht

1982 schreibt ein Junge seinen Namen in ein Schulbuch. Er heißt Blake Shelton. Heute ist er ein berühmter amerikanischer Country-Sänger. Der Eintrag, den er vor 36 Jahren tätigte, hat gerade eine große Debatte im Netz ausgelöst. 

Denn: Das Schulbuch ist immer noch in Gebrauch. 

Die neue Besitzerin des Schulbuchs heißt Marley Parker. Sie ist sehr stolz, dass sie nun das Schulbuch des berühmten Sängers besitzt. Doch ihre Mutter ist entsetzt. 

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Auf Facebook hat Shelly Bryan Parker ein Foto ihrer Tochter, die gerade das Buch in ihren Händen hält, und ein Foto des Eintrags von Shelton gepostet. 

“Ich schäme mich für dieses Buch”

“Marley findet es aufregend, dass ihr ‘neues’ Buch einmal Blake Shelton gehörte. Aber ich schäme mich dafür!!! Ich bin 40 und diese Leute sind in meinem Alter!!! Ein großes Dankeschön an alle Lehrer, Eltern, Unterstützer usw., die für die Bildung meiner Kinder kämpfen!! Gebt nicht auf, bis Bildung komplett finanziert wird!!!”

Der Post von Parker hat eine Diskussion ausgelöst. Die Leser stimmten dem Entsetzen der Mutter zu. “Das ist schrecklich! Es sollte in einem Museum stehen und nicht in einem Rucksack stecken”, kommentierte Gay Barnes. 

Eine andere Facebook-Userin schreibt: “Ich würde das Buch niemals zurück geben. Ich würde für den Verlust zahlen und es behalten. Wow!” 

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“Das Problem ist die Schule”

Aber es gab auch andere Meinungen. “Wenn das Buch noch gut erhalten ist und es kein neueres gibt, das sich von diesem unterscheidet, ist es doch vollkommen egal, wie alt das Buch ist. Man bekommt doch die gleiche Bildung”, schreibt Aaron Sims. 

Ein anderer User meint, dass das Problem bei der Schule läge. Denn in den letzten 20 jahren habe es Investitionen in Bücher gegeben. “Aber das ist ein Lesebuch und solange es in gutem Zustand ist, gibt es keinen Grund, es zu erneuern.”

Und am Ender der Unterhaltung schreibt eine Leserin: “Sei stolz darauf, dass deine Tochter liest und höre auf, ein großes Ding daraus zu machen.

Was denkt ihr darüber? Wie veraltet ist das Lehrmaterial eurer Kinder? Wie fändet ihr es, wenn euer Kind mit einem Schulbuch nach Hause käme, dass über 30 Jahre alt ist? 

(ks)