POLITIK
23/07/2018 11:59 CEST | Aktualisiert 23/07/2018 17:34 CEST

Mesut Özil: Das sagt Angela Merkel zum DFB-Rücktritt

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Im Video oben seht ihr, wie Uli Hoeneß gegen Mesut Özil giftet.


Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich zum Rücktritt von Mesut Özil aus der deutschen Nationalmannschaft geäußert. 

“Merkel schätzt Mesut Özil. Er ist ein toller Fußballer, er hat viel für die Nationalmannschaft getan”, sagte Merkels Sprecherin Ulrike Demmer am Montag. 

► Merkel respektiere jedoch die Entscheidung Özils. Das Verhalten des DFB gegenüber dem Spieler sowie den von Özil vorgebrachten Vorwürfe wollte Demmer nicht kommentieren. 

► Demmer sagte jedoch: “Deutschland ist ein weltoffenes Land”, in dem Menschen mit Migrationshintergrund herzlich willkommen seien. 

So äußerten sich Innenminister Horst Seehofer zum Fall Özil:

Auch das Innen- sowie Außenministerium äußerten sich zur Causa Özil. 

Innenminister Seehofer ließ auf der Pressekonferenz der Regierung mitteilen, dass er mehrfach betont habe, sich in DFB-interne Angelegenheiten nicht einmischen zu wollen.

Die Sprecherin verwies zudem auf zahlreiche Integrations-Initiativen im Bereich Sport. 

Mehr zum Thema: So niederschmetternd wird der Özil-Rücktritt im Ausland kommentiert

Das sagte Außenminister Heiko Maas über Özil:

Auch Außenminister Heiko Maas äußerte sich am Montag zu Özils Rücktritt.

Er verwehrte sich der etwa von der AfD verbreiteten Meinung, Özil sei ein Beispiel für misslungene Integration. Als in Großbritannien lebender Multimillionär sage Özils Leben wenig über die Integrationsfähigkeit in Deutschland aus. 

Zum frühen Ausscheiden der Nationalmannschaft bei der WM sagte Maas: “Wir haben nicht wegen Özils Foto mit Erdogan verloren.” 

So äußerte sich Bildungsministerin Anja Karliczek zum Rücktritt des Nationalspielers:

Bildungsministerin Anja Karliczek mahnte derweil auch beim Deutschen Fußballbund DFB eine Debatte um die Integration an.

Der Fall Özil sei in den vergangenen Monaten “sehr unglücklich gelaufen“, sagte Karliczek dem Berliner “Tagesspiegel“ .

Letztlich gebe es „nur Verlierer“. Es zeige sich, dass das Thema Integration seit Jahrzehnten eine Daueraufgabe sei und immer wieder neu gedacht werden müsse.     

(lp)