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13/09/2018 12:05 CEST | Aktualisiert 13/09/2018 12:05 CEST

Daniel Küblböcks Theaterchef: „Er war aggressiv und unzuverlässig"

Er sei öfter betrunken in die Schule gekommen.

Sascha Steinbach via Getty Images
Daniel Küblböck in der TV-Sendung "Let's Dance".
  • Seit Sonntagmorgen wird der Sänger vermisst, die Suche nach ihm wurde am Montag eingestellt.
  • Küblböck berichtete knapp einen Monat vor seinem Verschwinden von Mobbing an seiner Schauspielschule. Sein Theaterchef meldete sich nun zu Wort.

Noch immer ist ungeklärt, was sich am Sonntagmorgen auf der “Aidaluna” abspielte. Seit Sonntag fünf Uhr morgens Ortszeit wird der 33-jährige Daniel Küblböck vermisst.

Am Montag hat die kanadische Küstenwache ihre Suche nach dem Sänger in der Labrador See offiziell eingestellt. 

Das teilte der Sprecher der Küstenwache im kanadischen Halifax, Mark Cough, der Deutschen Presse-Agentur mit. Damit besteht wohl keine Hoffnung mehr, dass Küblböck noch lebendig gefunden wird.

In seinem letzten Facebook-Post vor seinem Verschwinden wandte sich der Sänger an seine Fans und berichtete von Mobbing an seiner Schauspielschule.

Seit 2015 studierte er am Europäischen Theaterinstitut, kurz ETI, in Berlin.

Küblböck sprach von Mobbing an seiner Schule – sein Theaterchef dementiert die Vorwürfe

Im Beitrag, den der Sänger am 03. August veröffentlichte, schrieb er:

“Liebe Fans, leider geht es mir psychisch und physisch immer noch nicht besser. Ich muss diesen Schmerz der letzten Monate erst noch verkraften. Dieses monatelange Mobben an meiner Schule, in meiner Klasse, hat mich doch zutiefst in meiner Seele erschüttert.”

Für den Vorstandsvorsitzenden der Schauspielschule, Robert Mau, stellt der Sänger Unwahrheiten dar. Er möchte deshalb die Vorwürfe des 33-Jährigen nicht länger unkommentiert lassen.

In der “Bild”-Zeitung erklärte er, dass niemand genau wisse, ob der Post wirklich von Daniel Küblböck stamme: “Selbst wenn, hat Daniel da etwas falsch verstanden”, fügte der Theaterchef hinzu.

Stattdessen berichtete der 55-jährige Robert Mau, dass es Daniel war, der sich unangemessen verhalten habe und öfter betrunken zur Schule gekommen sei.

“Er war aggressiv und unzuverlässig. Mehrere Male habe ich ihm zu einer Therapie geraten. Aber er blockte ab.”

(nr)