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02/12/2018 15:31 CET | Aktualisiert 02/12/2018 15:33 CET

Daniel Küblböck: Jetzt spricht sein Vater erstmals im TV über Verschwinden

"Psychisch Kranke werden mehr oder weniger sich selbst überlassen."

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Daniel Küblböck: Seit dem 9. September 2018 gilt er als verschollen.
  • Der Vater von Daniel Küblböck äußert sich erstmals im TV über das Verschwinden seines Sohnes.
  • In einer RTL-Show kritisiert er, dass psychisch Kranken zu wenig geholfen werde.

Der Vater von Daniel Küblböck, Günther Küblböck, spricht am Sonntag in dem RTL-Rückblick “2018: Menschen, Bilder, Emotionen”erstmals über das Verschwinden seines Sohnes.

In der Nacht zum 9. September 2018 war Daniel Küblböck von Bord der “Aidaluna” gesprungen. Mittlerweile gehen die Behörden von Selbstmord aus.

Sein Vater, Günther Küblböck, glaubt, seinem Sohn hätte noch geholfen werden können. Was mit Daniel geschehen ist, ist in den Augen des 54-Jährigen staatlich unterlassene Hilfeleistung.

Küblböck: “Psychisch Kranke bekommen zu wenig Hilfe”

“Wenn man daraus vielleicht gesellschaftlich oder politisch etwas lernen würde, dann könnte man wenigstens anderen helfen. Das wäre schon ein gewisser Trost für mich”, sagt der Vater in der Show laut RTL.

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Günther Küblböck spricht im TV erstmals über das Verschwinden seines Sohnes.

Günther Küblböck hatte noch vor Reiseantritt seines Sohnes bei Aida Cruises angerufen und darum gebeten, Daniel nicht an Bord zu lassen. Auch dem Schiffsarzt hatte er geschrieben – erfolglos.

Es sei “politisch gewollt, dass man psychisch Kranke mehr oder weniger sich selbst überlässt oder den Angehörigen, die sich darum kümmern und möglichst keinen belästigen sollen”, kritisiert Küblböck. 

Der Vater ist der Meinung, dass erst dann etwas unternommen werde, wenn es eigentlich schon zu spät sei. So wie jetzt, im Fall seines Sohnes. 

(lp)