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11/09/2018 11:06 CEST | Aktualisiert 11/09/2018 14:39 CEST

Daniel Küblböck: Anwalt erklärt, was passiert, wenn Sänger nicht gefunden wird

Am Montag wurde die Suche nach dem vermissten Sänger eingestellt.

  • Seit Sonntag wird der Sänger Daniel Küblböck vermisst.
  • Am Montag wurde die Suche nach ihm offiziell beendet.
  • Oben im Video seht ihr die Bilder, die der Sänger kurz vor seinem Verschwinden veröffentlichte – sie zeigen Küblböck in Frauenkleidern in seiner Kabine.

Noch immer ist ungeklärt, was sich am Sonntagmorgen auf der “Aidaluna” abspielte. Seit Sonntag fünf Uhr morgens Ortszeit wurde der 33-jährige Daniel Küblböck vermisst.

Am Montag hat die kanadische Küstenwache ihre Suche nach dem Sänger in der Labrador See dann offiziell eingestellt. Das teilte der Sprecher der Küstenwache im kanadischen Halifax, Mark Cough, der Deutschen Presse-Agentur mit. 

Damit besteht kaum mehr Hoffnung, dass Küblböck lebendig gefunden wird.

Mehr zum Thema: Daniel Küblböck postet vor Aida-Unfall Fotos in Frauenkleidern aus Kabine

Suche nach Küblböck wurde eingestellt

In einem Interview mit dem Magazin “Bunte” erklärt Rechtsanwalt Markus Mingers aus Köln, was passiert, wenn eine vermisste Person nicht wieder gefunden wird. 

In einem solchen Fall tritt das Verschollenheitsgesetz in Kraft, ein Gesetz das die Todeserklärung und den Zeitpunkt des Todes festlegt.

Wie Mingers sagt, kann eine Person unter 25 Jahren nicht für tot erklärt werden.

► Eine Person zwischen 26 und 79 Jahre kann nach zehn Jahren für tot erklärt werden, Personen ab 80 Jahren bereits schon fünf Jahre nach ihrem Verschwinden.

► Wie Mingers erklärt, gibt es beim Verschollenheitsgesetz aber auch Ausnahmen.

Mehr zum Thema: Ex-Freund von Daniel Küblböck – das ist seine Theorie, was auf dem Schiff passierte

Vermisste Personen müssen für tot erklärt werden

Nach einem Schiffsunglück oder beispielsweise einem Tsunami könne die Frist verkürzt werden. Der Anwalt sagt:

“Dann ist es möglich, dass jemand bereits nach sechs Monaten für tot erklärt wird. Einfach weil die Wahrscheinlichkeit, dass die Person lebendig wieder auftaucht, so gering ist.”

Falls die vermisste Person dann doch wieder gefunden wird, kann sie für lebendig erklärt werden. 

Mingers erklärt den Grund, weshalb ein Mensch überhaupt für tot erklärt werden muss: 

“Im Endeffekt geht es dabei im Kern darum, dass der Nachlass des Verschollenen geregelt werden kann. Das ist vor allem bei Erbschaften und Lebensversicherungen relevant. Dann löst das die Erbregelung aus.”

Aida äußerte schon am Sonntag die begründete Annahme, dass der privat an Bord befundene Küblböck absichtlich gesprungen sei.

Daniel Küblböck wurde durch seine Teilnahme an der ersten Staffel “Deutschland sucht der Superstar” berühmt.

Mehr zum Thema: Das passierte nach Daniel Küblböcks Teilnahme bei “DSDS”

(nmi)