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18/03/2018 08:25 CET

Dänemark schafft Rundfunkgebühren ab – doch der Plan hat einen Haken

Ein Vorbild für Deutschland?

Stefano Rellandini / Reuters
ARD und ZDF bei der Tour de France.
  • In Dänemark wird es künftig keine Rundfunkgebühren mehr geben
  • Empfänger zahlen trotzdem – das Programm soll über Steuern finanziert werden

Dänemark schafft die Rundfunkgebühren ab. Vehementen GEZ-Gegnern wird das neue Modell im deutschen Nachbarstaat wohl trotzdem nicht ganz gefallen.

Denn: Dänemark finanziert die öffentlich-rechtlichen Sender künftig über Steuern. Immerhin: Das Budget des dänischen Rundfunks (DR) soll um ein Fünftel gekürzt werden.

Durch die Neuregelung sparten letztlich alle Dänen Geld, erklärte Finanzminister Kristian Jensen am Freitag. Für die Rundfunkfinanzierung soll keine neue Steuer eingeführt, sondern der persönliche Steuerfreibetrag gesenkt werden.

Streit auch in Deutschland und der Schweiz

Dänemark ist nicht das einzige Land, in dem über die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks diskutiert wird. Ende Februar entschieden sich die Schweizer bei einer Volksabstimmung gegen eine Abschaffung ihrer Gebühr. Auch der deutsche Rundfunkbeitrag, der seit 2013 unabhängig von der Zahl der Geräte für jeden Haushalt fällig wird, steht immer wieder in der Kritik.

Der Deutsche Journalisten-Verband hält eine Finanzierung über Steuern für problematisch. Sie würde dem Staat wieder mehr Einfluss auf den Journalismus geben, warnte DJV-Vorsitzender Frank Überall kürzlich.