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26/01/2018 15:39 CET | Aktualisiert 01/02/2018 11:58 CET

Was ihr wissen müsst, um eure Kinder vor Cybermobbing zu schützen

Eltern können aktiv verhindern, dass ihre Kinder zu Opfern werden.

ljubaphoto via Getty Images
Mobbing im Internet ist oft noch schlimmer als im realen Leben. Meistens sind es Kinder und Jugendliche, die dem zum Opfer fallen.

Mobbing im Internet ist oft noch schlimmer als im realen Leben. Denn dort es ist viel leichter, Grenzen zu überschreiten. Meistens sind es Kinder und Jugendliche, die dem zum Opfer fallen.

Umso wichtiger ist es, dass Eltern proaktiv handeln. Nur über Cybermobbing zu sprechen, reicht aber nicht. Julie Hertzog, Leiterin des PACER’s National Bullying Prevention Centers, sagt, dass die Problematik über die sozialen Medien hinausgeht.

Mehr zum Thema: Warum Cybermobbing so gefährlich ist – und Eltern es oft unterschätzen

“Cyberbullying kann schon dann beginnen, wenn Kinder einen Zugang zu Computer, Tablet oder Mobiltelefon haben – also lange bevor sie auf sozialen Medien sind“, sagt sie.

Sie rät Eltern daher dazu, Cyberbullying und das richtige Verhalten im Internet dann zu diskutieren, wenn ihr Kind mit jeglicher Art von Online oder sozialer Technologie in Berührung kommt. Das beinhaltet Computerspiele oder auch SMS.

So könnt ihr euer Kind vor Cyberbullying schützen.

1. Unterstütze die Wünsche und Bedürfnisse deines Kindes

“Es kann Kindern schwer fallen, über Cyberbullying zu sprechen. Sie könnten sich schämen oder besorgt sein, dass die Lage schlimmer wird, oder sie könnten sich aus irgendeinem Grund schuldig fühlen“, sagt Hertzog.

“Sie könnten auch Angst davor haben, dass ihre Eltern ihnen den Zugriff auf die Technologien verweigern, wenn sie erzählen, dass sie gemobbt werden.“

Versichere deinem Kind, dass du verstehst, was für eine wichtige Rolle die Technologien für es spielen. Aber dass die Sicherheit vorgeht.

Stelle klar, dass es nicht verdient hat, Opfer von Mobbing zu werden. Und dass du ihm mit all deiner Macht helfen wirst, seine Misslage zu beenden.

2. Setze Regeln, um dein Kind zu schützen

Genauso wie du Regeln für die körperliche Sicherheit deines Kindes hast, solltest du Richtlinien für die Cyberwelt festlegen. Das kann beispielsweise sein:

Dein Kind zu warnen, was es im Internet preisgeben sollte und was nicht. Dass es die Passwörter für E-Mails und Soziale Medien geheim halten soll. Dass es Internet-“Sperrzeiten“ gibt, zum Beispiel nach 21:00 Uhr oder während des Unterrichts.

Und dass du als Elternteil Zugriff auf jegliche Geräte und Profile erhältst. (Mehr Vorschläge in der vollständigen PACER Liste )

 

3. Bleibe in der “Cyberwelt” deines Kindes involviert

Wenn du Regeln für den Gebrauch von Geräten eingeführt hast, verdeutliche die Wichtigkeit dieser Regeln, indem du dich regelmäßig mit deinem Kind zusammensetzt und besprichst, was gerade in seiner “Cyberwelt” geschieht.

Mit voranschreitendem Alter haben Kinder auch mehr Zugang zu neuen Technologien. Du solltest die Familienregeln dann entsprechend anpassen.

“Sie sollten wissen, wie sie auf Sicherheitsseiten und Meldungsoptionen kommen – egal, welches Gerät sie nutzen“, sagt Herzog.

“Du musst deinem Kind klarmachen, dass es bei jeglichem unangemessenen Verhalten ihm gegenüber, aber auch anderen gegenüber, mit dir sprechen kann.“

Wenn es zu Mobbing kommen sollte, dokumentiere es auf jede mögliche Weise. Speichere die URL der Seite, auf der die Mobbing-Aktion passiert ist. Drucke E-Mails oder Webseiten aus.

Mache Screenshots. Lass dein Kind Mobbing-SMS speichern oder sie an dich weiterschicken.

Du kannst Mobbing auch direkt in die Sozialen Medien melden, indem du auf  die Sicherheitsseite gehst. Du kannst Menschen, die dein Kind mobben, in Sozialen Netzwerken auch blockieren.

Mehr zum Thema: Über die Logik von Mobbing

4. Mache dich mit den Richtlinien zur Prävention von Mobbing an der Schule deines Kindes vertraut

Frag nach den Richtlinien zur Prävention von Mobbing an der Schule. Gib der Schule Unterlagen, wenn du welche hast, und behalte eine Liste von Ansprechpartnern, an die du dich im Falle des Falles wenden kannst.

Was ist der Kernpunkt, wenn es um Cyberbullying geht?

“Wir Eltern sind verantwortlich dafür, zu wissen, was unsere Kinder Online treiben“, sagt Hertzog. Und das beginnt damit, zu lernen, wie wir sie beschützen können.

Dieser Beitrag erschien ursprünglich auf Babble.com und wurde auf HuffPost US veröffentlicht. Er wurde von Meltem Yurt aus dem Englischen übersetzt.

(ks)