POLITIK
24/07/2018 06:34 CEST

CSU-Politiker: Deutschland sollte gute Kontakte nach Nordkorea nutzen

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SAUL LOEB via Getty Images
Kim Jong-un hat zuletzt Hoffnung auf eine Annäherung geweckt.

► Der CSU-Politiker und Korea-Experte Hartmut Koschyk hat sich für eine stärkere Rolle Deutschlands im Prozess der Entspannung zwischen Nord- und Südkorea ausgesprochen.

► “Deutschland hat von den westlichen Ländern die besten Kontakte in die nordkoreanische Zivilgesellschaft, beispielsweise im humanitären, sozialen oder im kulturellen Bereich”, sagte Koschyk der Deutschen Presse-Agentur kurz vor dem Besuch von Außenminister Heiko Maas in Südkorea.

► “Ich würde es sehr begrüßen, wenn diese Rolle wieder stärker sichtbar werden könnte.”

Darum geht es für Maas in Korea:

Zunächst geht es für Maas nach Japan, am Donnerstag wird er dann politische Gespräche in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul führen und die entmilitarisierte Zone an der Grenze zu Nordkorea besuchen.

An der Grenzstation Panmunjom war es im April zum historischen Handschlag zwischen den Präsidenten Kim Jong Un (Nordkorea) und Moon Jae In (Südkorea) gekommen.

Auch das ebenfalls historische Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Kim in Singapur wenig später schürte Hoffnung auf Entspannung nach jahrelangem erbittertem Streit über das nordkoreanische Atomprogramm.

Was ihr noch wissen müsst:

Deutschland zählt zu den wenigen westlichen Ländern, die diplomatische Beziehungen zu Nordkorea haben. Koschyk rechnet deshalb damit, dass sich die südkoreanische Regierung von Maas eine größere Rolle Deutschlands im Annäherungsprozess wünschen wird.

“In beiden Teilen Koreas gab es schon immer den Wunsch, dass Deutschland und Europa bei einer Annäherung ihre Erfahrungen aus der Überwindung der europäischen Teilung vor 30 Jahren einbringen”, sagte Koschyk.