POLITIK
08/08/2018 06:15 CEST | Aktualisiert 08/08/2018 07:20 CEST

CSU-Minister: So verhindern wir, dass Millionen Flüchtlinge aus Afrika kommen

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Florian Gaertner via Getty Images
Entwicklungshilfeminister Gerd Müller.

Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU)  glaubt: “Afrikas Jugend will und wird sich nicht auf die Flucht begeben und in der Heimat bleiben, wenn es Arbeit und Zukunftsperspektiven gibt.” Das sagte Müller der “Welt”.

► Die EU müsse dazu auch alle Märkte für Afrika öffnen. Besonders Agrarprodukte sollten hierzulande zoll- und quotenfrei eingeführt werden können, um in Afrika Jobs für Millionen arbeitslose junge Menschen zu schaffen, sagte der CSU-Politiker.

► Dabei nahm Müller aber auch die afrikanischen Staaten in die Pflicht. Er sagte: “Afrika muss vor allem selbst mehr leisten. Mit guten Rahmenbedingungen für Investitionen und Zukunftsperspektiven für die eigene Bevölkerung.”

Darum ist die Aussage wichtig:

In Europa besteht Sorge vor einer enormen Flüchtlingszahl aus Afrika. Denn Umfragen in afrikanischen Ländern haben zuletzt gezeigt, dass bis zu zwei Drittel der Einwohner auswandern wollen.

Für viele Menschen ist die wirtschaftliche Lage in ihrer Heimat der Hauptgrund – auch weil EU-Ländern mit Exporten nach Afrika die Märkte überschwemmen und gleichzeitig teils hohe Schranken für afrikanische Produkte bestehen.

► Müller bemängelte, dass sich bislang nur 1000 von 3,5 Millionen deutschen Unternehmen in Afrika engagierten. Dabei hätten 42 von 54 afrikanischen Ländern im vergangenen Jahr ein höheres Wirtschaftswachstum als Deutschland gehabt. “Das zeigt, welche enorme Dynamik Afrika entwickeln kann.”