POLITIK
30/08/2018 06:47 CEST | Aktualisiert 30/08/2018 14:14 CEST

Claudia Roth wirft Chemnitz-Krawallmachern "völkischen Rassenwahn" vor

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Im Video oben seht ihr die Ausschreitungen in Chemnitz.

► Die Grünen-Politikerin Claudia Roth hat sich gegen eine Verharmlosung der rechtsextremen Übergriffe in Chemnitz gewandt.

► “Auf den Straßen von Chemnitz äußern nicht besorgte Bürger ihre Ängste, sondern es werden Menschen gejagt”, sagte Roth der Deutschen Presse-Agentur.

► Es handelten “keine Chaoten”, sondern “organisierte Rechtsextremisten”. Wer das relativiere, verharmlose offenen Hass und Rassismus.

“Wer den Hitlergruß zeigt, wer pogromartig gegen alles hetzt, was nicht dem eigenen völkischen Rassenwahn entspricht, ist nicht Opfer, sondern Täter”, betonte Roth. Die Gesellschaft müsse Gesicht zeigen gegen Rassisten.

Morris MacMatzen / Reuters
Claudia Roth fand deutliche Worte.


Darum ist Roths Aussage wichtig:

Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU) hatte gesagt, zu Demonstration seien Chaoten und Hooligans aus anderen Bundesländern angereist.

Roths Kritik richtete sich aber auch gegen FDP-Vize Wolfgang Kubicki, der Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihrer Flüchtlingspolitik eine Mitschuld am Zustandekommen der Übergriffe gegeben hatte, und an den Berliner FDP-Fraktionschef Sebastian Czaja.

Dieser hatte auf Twitter geschrieben: “Antifaschisten sind auch Faschisten.” Dazu erklärte er, Widerstand gegen Rechts müsse “entschieden liberal” sein, nicht halbherzig oder radikal.